Neue Chips?

Apple holt Qualcomm Engineering Chef ins Boot - Werden bald eigene Modems verbaut?

Bereits seit einigen Monaten dauert der Gerichtsstreit zwischen Apple und Qualcomm an. So warf der Chiphersteller dem Unternehmen aus Cupertino vor, dass man das Modem des iPhone 7 künstlich verlangsamte, um die Unterschiede zu Intels Baureihe möglichst gering zu halten. Nun hat Apple Berichten zufolge einen weiteren Seitenhieb gegen Qualcomm ausgeteilt und den langjährigen Engineering VP des Unternehmens, Esin Terzioglu, angeheuert. 

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Die Lage ist angespannt zwischen Apple und Qualcomm. Dennoch hat es sich der kalifornische iPhone-Hersteller nicht nehmen lassen und den Engineering VP des Chipherstellers angeworben. Darauf aufmerksam wurde Neil Shah von Counterpoint Research, der in einem Tweet  auf Esin Terzioglus LinkedIn-Profil verwies:

„Nach rund acht großartigen Jahren bei Qualcomm ist es an der Zeit für mich in mein nächstes Abenteuer weiterzuziehen.

Es war mir eine Ehre und ein Privileg mit so vielen talentierten und hingebungsvollen Leuten bei Qualcomm zu arbeiten, wo wir große Meisterwerke als Team erschaffen haben. (...) Ich fühle mich privilegiert für die Gelegenheit meine Karriere bei Apple fortzusetzen. (...)"

Der jetzige Wechsel kommt angesichts des Rechtsstreits etwas überraschend und könnte zukünftig die Position Apples stärken. Terzioglu wird in Cupertino nämlich eine Führungsrolle bei der Entwicklung der drahtlosen „System on a Chip"-Technologie übernommen. Dies gibt natürlich Anlass um über Intentionen der Kalifornier zu spekulieren. So könnte Terzioglu zukünftig gemeinsam mit seinem neuen Team einen Apple-eigenen Breitband-Prozessor für ein mobiles Modem entwickeln. Dadurch wäre es dem Unternehmen möglich die Leistung besser an das eigene System anzupassen und ein besseres Energiemanagement zu erzielen, wodurch die Akkulaufzeiten bei dem iPhone leicht erhöht werden könnten.

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