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Apple gegen das FBI: Das steht in Tim Cooks Mail an seine Kollegen

Der Meinung des FBI und der Entscheidung eines US-Gerichts zufolge soll Apple eine Hintertür für ein iPhone 5c entwickeln und dem FBI zur Verfügung stellen. Das Unternehmen hat sich vergangene Woche mit einem aufsehenerregenden Brief an die Öffentlichkeit gewandt und wehrt sich gegen diese Entscheidung. Anschließend erfuhr Apple Unterstützung in seinem Vorgehen von vielen Seiten. Nun hat sich Tim Cook zu dem Thema erneut geäußert.

Apples CEO Tim Cook hat sich erneut zur Gerichtsentscheidung geäußert, die das Unternehmen dazu zwingt, für das FBI eine Hintertür in ein iPhone 5c einzubauen. Dieses mal richtet sich der Brief nicht an die Öffentlichkeit, wie in der vergangenen Woche geschehen, sondern an die Angestellten Apples.

Tim Cook bedankt sich in dem Brief an seine Mitarbeiter für ihre Unterstützung. Zudem erwähnt Apples Chef die Unterstützung „tausender Menschen in allen 50 [US-]Staaten“. Die US-amerikanische Webseite Buzzfeed News, die an den Brief gelangt ist, schreibt weiter, dass Tim Cook noch einmal seine Argumente aus seinem öffentlichen Brief von vor rund einer Woche gegen den Gerichtsbeschluss wiederholt. Anschließend fordert er die US-Regierung dazu auf, die Gerichtsentscheidung nicht durchzusetzen, sondern seine Forderungen unter dem All Writs Act zurückzuziehen. Außerdem schließt sich Cook der Forderung einiger Kongressabgeordneter an, die sich eine Kommission vorstellen können, die die Implikationen dieses Gerichtsbeschlusses genauer auf seine Auswirkungen auf „Polizeibehörden, Nationale Sicherheit, Datenschutz und Persönliche Freiheiten“ untersucht. Dieser Kommission sollen unter anderem Experten aus den Nachrichtendiensten, der Technologie-Branche und Bürgerrechtsvereinigungen angehören.

Tim Cook zufolge würde Apple mit dieser Kommission gerne zusammenarbeiten – mit einem Auge auf Bürgerrechte und Datenschutz. Gleichzeitig betont Tim Cook noch einmal, dass das Gerichtsurteil einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen würde. Zwar geht es im konkreten Fall nur um eine maßgeschneiderte Hintertür für ein einzelnes iPhone. Trotzdem würde dieser „Master-Key“ dazu in der Lage sein „hunderte Millionen“ Schlösser zu öffnen, wenn er in die falschen Hände gerät. Und der Schutz dieses Master-Keys kann eben nicht zu hundert Prozent garantiert werden.

Apple hat sich zudem die Dienste mehrerer großer Anwalts-Kanzleien gesichert, die sich auf genau solche Fälle spezialisiert haben. Das Unternehmen plant offenbar die Gerichtsentscheidung anzufechten und zur Not bis zum Supreme Court zu gehen.

Gleichzeitig betont Tim Cook aber noch einmal, dass sich das Unternehmen nicht gegen eine Zusammenarbeit mit dem FBI sperrt – im Rahmen der Möglichkeiten. So hat Apple alle Daten, die es in diesem Fall zum Täter hat, an das FBI übergeben. Allerdings weigert sich Apple eben noch weiter zu gehen und Hintertüren für die eigenen Betriebssysteme bereit zu stellen.

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