Alle iPhone-, iPad- und Mac-Modelle von Chip-Lücke betroffen

Quelle: https://www.maclife.de/news/apple-bestaetigt-alle-iphone-ipad-mac-modelle-chip-luecke-betroffen-10099320.html

Autor: Caspar von Allwörden

Datum: 05.01.18 - 10:46 Uhr

Apple bestätigt: Alle iPhone-, iPad- und Mac-Modelle von Chip-Lücke betroffen

Die beiden Sicherheitslücken Meltdown und Spectre sind zwar bereits im Sommer entdeckt worden, werden aber erst seit wenigen Tagen in der Öffentlichkeit diskutiert. Zunächst war nicht ganz klar, welche Geräte nun genau betroffen sind und in welchem Ausmaß es Apple treffen wird. Jetzt gab der Konzern bekannt, es sind alle iOS und macOS-Geräte betroffen. Gleichzeitig gibt Apple aber auch Entwarnung. 

Hinter den Bezeichnungen „Kernschmelze“ und „Schreckgespenst“ stehen zwei Sicherheitslücken, die es in diesem Ausmaß bisher so noch nicht gegeben hat. Das bezieht sich nicht auf die konkrete Ausnutzung der Lücke oder den daraus entstandenen Schaden, sondern auf die Tatsache, wie viele Millionen Geräte insgesamt anfällig sind und auch noch völlig unabhängig davon, welches Betriebssystem zum Einsatz kommt. Auch das theoretisch alle seit 1995 produzierten Chipsätze betroffen sind, ist einzigartig. Die Lücken lassen sich nicht durch die Chip-Hersteller selbst schließen, sondern müssen durch die Anbieter der Betriebssysteme gepatcht werden.

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Alle macOS- und iOS-Geräte betroffen

Nun bestätigt Apple in einem offiziellen Support-Dokument, dass alle Geräte mit macOS und iOS von Meltdown und Spectre betroffen sind. Die Apple Watch sei nicht anfällig. Allerdings ist scheinbar noch keine Ausnutzung der Lücken bekannt, die Auswirkungen auf die Nutzer haben würden. Dennoch habe Apple bereits in iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2 damit begonnen, die Meltdown-Lücke zu schließen. In den nächsten Tagen soll zusätzlich ein Safari-Update erscheinen, welches das System gegen die Spectre-Lücke schützen soll. Apple teste weitere Verfahren gegen die Schwachstellen und werde sie in zukünftigen Updates weiter abschwächen. Die Leistung des Prozessors soll dabei übrigens nicht verlangsamt werden.   

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