Apple baut Informationen über Familienfreigabe in iTunes ein

Apple will mit seinem System der Familienfreigabe das Teilen von Apps und Inhalten innerhalb einer Familie erleichtern und legalisieren. In den iTunes-Informationen können Käufer der einzelnen Apps, Bücher, Filme und Musikalben nun einsehen, ob der Rechteinhaber an diesem Programm teilnimmt. Wie Apple kontrolliert, ob es sich tatsächlich um eine Familie handelt, ist jedoch weiterhin unbekannt.

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Apple hat in iTunes bei Inhalten und Apps unter der Rubrik Informationen nun die Kategorie Familienfreigabe eingeführt. Käufer von Apps für iOS und OS X können dort nun einsehen, ob der Entwickler der App das Programm für diese Form des Content-Sharing freigegeben hat.

Apple will mit der Familienfreigabe das Teilen von Apps, Filmen, Musik und Büchern innerhalb einer Familie legalisieren und erleichtern. Bisher verbietet das Unternehmen in seinen AGB, dass die erworbenen Apps und Inhalte von jemand anderem verwendet werden dürfen, als vom Besitzer des iTunes-Accounts. In der Praxis teilen sich viele Familienmitglieder jedoch trotzdem ein einziges Konto.

Bei Apples Familienfreigabe benötigt jedes Familienmitglied einen eigenen iTunes-Account. Bis zu fünf weitere Familienmitglieder können ihre Konten mit dem Konto eines Hauptnutzers verbinden. Lediglich dieser Hauptnutzer benötigt eine gültige Kreditkarte. Er oder sie kann anschließend festlegen, welcher verbundene Account welche Inhalte und Apps erwerben oder einsehen darf. Die heruntergeladenen Inhalte können dann von allen Familienmitgliedern genutzt werden, sofern dem Konto die entsprechenden Rechte zugewiesen wurden.

Die Entwickler der Apps und die Rechteinhaber der Bücher, Lieder und Filme müssen aktiv festlegen, ob sie ihre Inhalte mit einer Familienfreigabe versehen wollen. Sie können dies verweigern, pauschal zustimmen oder ein Kauf-Datum festlegen ab dem die Familienfreigabe gültig ist. Da den Entwicklern mit der Familienfreigabe Einnahmen verloren gehen könnten, ist noch unklar, wie viele tatsächlich an dem System teilnehmen.

Apple hatte sein System der Familienfreigabe bei Apps und Programmen bereits während seiner World Wide Developers Conference (WWDC) Anfang Juni vorgestellt. Sowohl das mobile Betriebssystem iOS als auch das Desktop-System OS X will das Unternehmen damit ausstatten. Die Änderungen sollen mit iOS 8 und OS X 10.10 Yosemite noch bis zum Ende des Jahres eingeführt werden. Wie Apple kontrollieren will, dass es sich bei den verbundenen Accounts tatsächlich um Familien handelt ist unklar. Theoretisch könnte sich auch einfach eine Gruppe von Freunden zusammen schließen und das System ausnutzen.

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Es ist doch aber jetzt schon möglich Apps mit mehreren Personen in einem Haushalt zu teilen.

Mir waere es wichtiger, koennte man innerhalb der Familie einen iCloud Space miteinander nutzen. Dann waere Vieles einfacher und man koennte auf Cloud-Dienste anderer Anbieter vollstaendig verzichten.

Kreditkarte = NoGo!
Apps teilen sprechen zig Anbieter bereits in der Beschreibung an. Einfach die Datei kopieren und im iTunes Account des anderen Nutzers einfügen.

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