Smartwatches mit Uralt-Prozessor

Android Wear geht wegen Uralt-CPUs den Bach hinunter

Der neueste Smartwatch-Chip von Qualcomm ist nun zwei Jahre alt geworden. Doch der Snapdragon Wear 2100 steckt immer noch in den meisten Android-Wear-Smartwatches, was die Plattform massiv ausbremst.

Von   Uhr

Wie wäre es, wenn Apple bei der Smartwatch immer noch einen alten Prozessor von vor zwei Jahren einbauen würde? So ließen sich neue Uhrenmodelle sicherlich nur schwer verkaufen. Genauso sieht es aber beim Erzkonkurrenten Android Wear aus, denn hier wurde der Prozessor Qualcomm Snapdragon Wear 2100 vor genau zwei Jahren vorgestellt.

Der Wear 2100 wurde im Februar 2016 angekündigt und seitdem gibt es von Qualcomm keinen neuen Smartwatch-Chip mehr. Unternehmen wie Google, LG, Huawei, Motorola und Asus können zwar weiterhin neue Smartwatches auf den Markt bringen, doch nur über Software verbessern. Die Hardware-Plattform ändert sich nicht. Natürlich gibt es neben Qualcomm auch noch Intel mit dem mobilen Atom, der in der Tag Heuer Connected eingebaut ist, doch der wird kaum verwendet.

Der Wear 2100 ist noch in einem 28nm-Prozess hergestellt worden. Würde ein modernerer  Transistorherstellungsprozess verwendet, könnte der Chip kleiner, leistungsfähiger und dennoch weniger akkuzehrend sein. Das spielt gerade bei Smartwatches durchaus eine Rolle, die wegen ihrer geringen Akkulaufzeit oftmals kritisiert werden.

So kam es, dass Apple sich an die Spitze des Smartwatch-Marktes setzen konnte. Apple hat neben Samsung eine eigenen Entwicklungsabteilung für Prozessoren. Dazu kommt noch  Huawei, deren Team aber bisher nur Smartphone-SoCs entwickelt hat. Google scheint langsam eine SoC-Abteilung aufzubauen, doch noch gibt es von dieser nur den Pixel Visual Core, der im Pixel 2 und Pixel 2 XL eingebaut ist.

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Android Wear geht wegen Uralt-CPUs den Bach hinunter" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Nur weil Apple für jede neue Hardwaregeneration nen “neuen“ Prozessor raushaut bedeutet es nicht das andere Hersteller schlechter sind weil sie auf vorhandene Komponenten zurückgreifen müssen.

Doch, genauso ist es. Hatte das Pixel 2 XL in Verbindung mit der Fossil Q 3.
Der Akku der Watch war ohne Nutzung schon gegen Mittag bei 59%.
Jetzt habe ich wieder eine Apple Watch. Nach 12 Stunden mit wenig Nutzung noch 85% Akku übrig!
Das ist ein riesiger Unterschied, der sich im Alltag extrem bemerkbar macht!

@Dirk

Nein so einfach ist es eben nicht. Keine Ahnung wie du das geschafft hast. Meine alte Zenwatch 2 stecke ich erst gegen 23.00 Uhr wieder ans Ladegerät, abgezogen hab ich sie meist gegen 6.00 Uhr. Dabei läuft das Ding den ganzen Tag mit always on Display, aktiviertem Schrittzähler sowie Wlan und wird auch oft genutzt über den Tag. Am Ende des Tages habe ich immer noch ca. 60% Akku. 85% nach 12 Stunden wie von dir beschrieben sind bei Wenignutzung überhaupt mein Thema.
Mit dem "falschen" Watchface sowie "Display an bei Handbewegung" kriegt du den Akku selbstverständlich auch in kürzester Zeit klein.

Kann ich nur bestätigen

Lustig, sonst heisst es immer von den Win und Android Nerds, Apple würde veraltete Technologie verwenden. Jetzt auf einmal ist die Kritik das sie jährlich die Hardware updaten. Was den nun?

Die Verkaufszahlen zeigen aber eindeutig, dass Android Wear immer unbeliebter wird.

Übrigens: Es heiß "... den Bach HINunter." ;)

Welche Verkaufszahlen ? Ja, meine Fossil hat die gleiche Hardware wie meine Moto (1. Generation), doch weder die Asus 1 noch die Asus 2 laufen weniger performant als meine Apple Watch oder gar meine Samsung S3 mit Tizen. Von einem "Bach herunter" kann somit nicht die Rede sein, zudem bleiben alle meine Uhren (bis auf die Apple Watch) an und ich muss nicht meinen Arm drehen, um eine Uhrzeit anzeigen zu lassen. Ja, bei meiner Apple Watch könnte ich zum Vergleich der ach-so-schlechten Android Wear vermuten, sie sei defekt, das der Screen die meiste Zeit aus ist.
Liebes MacLife Magazin, eigentlich lese ich Eure Print-Ausgabe sehr gerne. Doch diese flachen, niveaulosen und subjektiven Aufreißer-"Artikel" verderben mir den Spaß an der Technik-Welt. Immer dieses "Die Einen sind gut/besser, die Anderen böse/schlechter", das wird es vermutlich genauso lange geben wie das "Golf vs Manta"-Geschwätz.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.