Arbeitsbedingungen

Coronavirus: Kann man bei Amazon bald nicht mehr bestellen?

Die Corona-Angst geht um: Amazon bekommt Gegenwind von seinen Arbeitern und die wollen in New York jetzt streiken. Bald auch bei uns?

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Amazons Arbeiter in der Auslieferung aber auch in den Warenlagern sind aktuell einer recht großen Gefahr ausgesetzt, sich am Coronavirus anzustecken und an Covid-19 zu erkranken: Schließlich kommen sie entweder mit den Kunden in Kontakt oder aber mit Kollegen. 

In New York, wo die Lage besonders schlimm ist, wollen Amazons Mitarbeiter in einem Fulfillment-Zentrum in den Streik treten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Grund: Die Unternehmensleitung reagiere angeblich nicht auf Sicherheitsbedenken.

Die US-Mitarbeiter verlangen eine zweiwöchige Schließung des Standorts Staten Island und seine Reinigung. In Queens wurde das nach einer Erkrankung eines Mitarbeiters bereits gemacht. Wie viele Mitarbeiter in Staten Island erkrankt sind, ist nicht bekannt. Über den Streik berichtete zunächst der Sender CNBC. Die Gewerkschaft fordert eine Stilllegung des Betriebs. Das würde allerdings auch die Auslieferung unmöglich machen und die Versorgung der Kunden im Einzugsbereich des Lagers.

Vor dem gleichen Dilemma stehen auch andere E-Commerce-Händler, und zwar nicht nur in den USA. Auch hierzulande ist Amazon tätig. Leichte Einschränkungen gibt es auch schon in Deutschland. So haben sich bei manchen Artikeln die Lieferzeiten auch für Prime-Kunden deutlich verlängert, andere werden derzeit nicht ausgeliefert.

Dazu kommt, dass Großgeräte wie Fernseher und Ähnliches aktuell nicht in die Wohnung oder das Haus gebracht, sondern vor der Tür abgestellt werden. Der Kunde muss sich selbst um den Transport in die eigenen vier Wände  kümmern. Auch die von Amazon angebotenen Installationsdienste etwa für neue Fernseher gibt es derzeit nicht, damit sich die Mitarbeiter nicht unnötig in Gefahr begeben müssen, indem sie die Wohnung betreten.

Bei dem Lieferdienst Amazon Prime Now sind zumindest in Berlin kaum noch freie Lieferslots zu ergattern - so gut scheint das Geschäft zu laufen. Auch das Frischesortiment ist weitgehend ausverkauft – oder es sind nur noch die teuersten Waren zu bekommen.

Was erleben Sie derzeit im E-Commerce? Erzählen Sie uns die guten und die schlechten Geschichten, die Ihnen während der Pandemie im Onlinehandel passiert sind - wird sind gespannt!

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