Verkaufsverbot für Billigware

Amazon verbietet schrottige USB-C-Kabel und schützt eure Hardware

Wollt ihr euch euer MacBook 12 mit einem Billig-Kabel ruinieren? Das ist wohl so oft passiert, dass Amazon nun die Notbremse gezogen hat und den Verkauf von inkompatiblen USB-C-Kabeln auf seiner Plattform verbietet. Ob sich die Händler daran halten, ist allerdings nicht sicher.

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Nicht dem Standard entsprechende USB-Typ-C-Kabel können große Hardwareschäden verursachen. Weil die Kabel oft sehr teuer sind, versuchen Billiganbieter das große Geschäft zu machen und verhökern ihre Waren auf Marktplätzen wie Amazon oder eBay. Zumindest Amazon will dagegen nach zahlreichen Kundenbeschwerden nun massiv vorgehen.

Falsche Widerstände sind der Grund, weshalb einige USB-C-Kabel schlichtweg zu hohe Ströme weitergeben. Die Problematik wurde bekannt, weil Googles Ingenieur Benson Leung selbst auf schmerzliche Weise feststellen musste, dass billige USB-C-Kabel sich nicht auszahlen. Er zerstörte mit einem billigen Modell sein 1.500 US-Dollar teures Notebook. Daraufhin untersuchte er systematisch Billigkabel nach Fehlern.


USB-C-Kabel können im Gegensatz zu normalen USB-Kabeln auch Notebooks mit Strom versorgen. Ein intern falsch verkabeltes Modell zerstörte das Pixelbook von Google-Ingenieur Benson Leung. Auf Amazon berichtete der Ingenieur seitdem in den Kommentaren zu USB-C-Kabeln von seinen Erfahrungen.

Amazon hat nun reagiert: USB-C-Kabel, die nicht der Spezifikation des USB Implementers Forums entsprechen, dürfen nicht mehr über die Plattform verkauft werden. Natürlich ist das ein recht stumpfes Schwert: Amazon überprüft schließlich die Hardware nicht sondern ist auf Kundenfeedback angewiesen, um gegen Händler vorgehen zu können. 

Nach Ansicht des Google-Ingenieurs sind teurere Kabel von den Problemen nicht betroffen sondern nur billige Chinaware.

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