Amazon startet zaghaften Angriff auf iBooks Author: Äquivalent "Textbook Creator" jetzt gratis testen

Apple-Nutzern, und da besonders iPad-Besitzern, ist iBooks inzwischen gut bekannt. Die App, in der auf dem Tablet, dem iPhone und inzwischen auch auf dem Mac auf Apples digitale Buchhandlung zugegriffen werden kann, hat aber auch Entsprechung auf Autorenseite: iBooks Author. Genau diesem Programm möchte Amazon jetzt endlich etwas eigenes entgegensetzen und hat jetzt den „kindle textbook creator“ in einer ersten Beta-Version veröffentlicht.

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Apple war zwar spät dran mit einer eigenen Buch-App, hat inzwischen aber einigen Vorsprung, wenn es um Apps zur Erstellung digitaler Werkt geht. iBooks Author erblickte das Licht der Welt bereits 2012. Amazons Pendant für Mac und PC rückt erst jetzt nach. Der größte Vorteil von Amazons Lösung ist natürlich, dass man die damit erstellten Werke direkt in Amazons Kindle Store veröffentlichen kann, auf den mit jedem Gerät und von jeder Plattform aus zugegriffen werden kann, während man sich dem iBooks Author weitestgehend an Apple-Produkte bindet.
 
 

Textbuch?

Große multimediale Feuerwerke, wie sie in iBooks Author durchaus möglich sind, lassen sich im Kindle Textbook Creator allerdings nicht abfackeln. „Textbook“ klingt ja auch schon recht nüchtern, ist aber eigentlich nur das englische Wort für Lehrbuch oder Schulbuch. So ist das neue Programm dann auch Teil von Amazons neuem „KDP EDU“-Programm. EDU ist dabei schlicht die Abkürzung von „Education“, also (Aus-)Bildung, KDP steht der weil für „Kindle Direct Publishing“, also das unmittelbare Veröffentlichen eigener Inhalte auf der Kindle-Plattform.
 

Funktionen

Amazon selbst sieht die besten Funktionen in folgenden fünf Punkten:
  • Multi-Color Highlighting, was nichts anderes als das farbige Hervorheben bestimmten Bereiche ist, um sie einfacher referenzieren zu können
  • Notebook, dient zum Sammeln von Textpassagen, damit man von einer zentralen Stelle aus darauf zugreifen kann
  • Flashcards, sind in Deutschland als „Lernkarten“ bekannt und können direkt in einem Textbook angelegt werden
  • Dictionary, erlaubt es nicht nur Wörter nachzuschlagen, sondern auch Wikipedia-Informationen nachzuladen
  • Buy Once, Read Everywhere, verdeutlicht nochmals, dass man Kindle-Bücher eben überall da konsumieren kann, wo es eine Kindle-App gibt – also praktisch überall.

Keine Alternative

Amazons Vorstoß stellt mit Sicherheit keine echte Alternative zu iBooks Author dar. Zumindest nicht, wenn es um Funktionalität und Vielfältigkeit geht. Das „Killer-Feature“ ist theoretisch die größere Reichweite. Wer den Textbook Creator testen möchte, kann ihn sich kostenfrei bei Amazon herunterladen.

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Nichts, was Amazon anpackt, ist "zart". Das sollten eigentlich mittlerweile alle verstanden haben.

Sorry, nicht "zart", sondern "zaghaft" war gemeint.

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