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Weiterentwicklung auf Sparflamme

Thunderbird: Nur noch kleine Updates von Mozilla

Zur besseren Weiterentwicklung wurden Browser und E-Mail einst in zwei unterschiedliche Produkte aufgeteilt, doch nun ist man bei Mozilla zu dem Entschluss gekommen, weniger Energie in die Weiterentwicklung des E-Mail-Clients Thunderbird zu stecken. Von der Mozilla Foundation sollen nur Bugfixes kommen, externe Entwickler könnten neue Funktionen beisteuern.

Mozilla und das Thunderbird-Team glauben, dass die Anwendung in ihrer derzeitigen Form bereits all das bietet, was Anwender von ihr erwarten. Von Mozilla kommt daher nur nötige Programmpflege, da der Quelltext aber offen ist, kann die Community Funktionen beisteuern. Mozilla wird weiterhin Mitarbeiter abstellen, damit diese Updates auch zum Anwender gelangen und die Qualität nicht leidet.

Ein Grund für den Kurswandel ist die Beliebtheit von Webmail, laut TechCrunch wurden jedoch bereits im Januar schon Entwickler aus dem Thunderbird-Team abgezogen. Das die Community einspringt, ist unwahrscheinlich: Mitchell Baker von Mozilla gibt zu, dass es in all den Jahren nicht gelungen ist, eine aktive Community aufzubauen - lediglich die Übersetzer seien die Ausnahme. Immerhin ist Thunderbird erweiterbar wie kein anderer E-Mail-Client, auch ohne in den Quelltext einzugreifen, lassen sich Erweiterungen entwickeln.

Mozilla steht vor großen Aufgaben: Der Browser muss auf mobilen Betriebssystemen präsenter werden und Firefox sich besser gegen Chrome behaupten. Der Browser ist es letztlich, der die Firma finanziert: Google lässt es sich Millionen kosten, die voreingestellte Suchmaschine in Firefox zu sein. Neben mobilen Versionen des Browsers wurde vor kurzem auch noch Firefox OS präsentiert. Für Thunderbird bleiben da wohl wenig Kapazitäten übrig, auch wenn Mozilla verspricht, weiterhin die Qualitätskontrolle zu übernehmen und zumindest Stabilitätsupdates in regelmäßigen Abständen zu veröffentlichen.

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Finde ich eine schwache Leitsung vom Mozilla Team. Thunderbird ist in meinen Augen mit einer der besten Email Clients und der Trend zum Webmail ist in meinen Augen kein wirklicher Grund...

Bitte etwas besser und kritischer recherchieren.

Wer finanziert Mozilla zum Großteil? Google.
http://www.linux-magazin.de/NEWS/Finanzierung-Mozilla-verlaengert-Vertrag-mit-Google

Wer will webmail und Werbeeinblendungen? Google.

Wahrscheinlich reiten sie deshalb auch Firefox immer mehr in Grund und Boden.

Nun, dass steht doch im letzten Absatz, dass Google quasi Mozilla finanziert. Ob Google Einfluß auf die Weiterentwicklung von Firefox hat, ist reine Spekulation.

Es ist einfach nur schade. Bisher habe ich Thunderbird auf jedem Betriebssystem, das ich je installiert hatte genutzt. Es ist einfach eine richtig gute Software. Gerade für Linux gibt es kaum Alternativen und auch für den Rest sieht es düster aus. Kaum ein Programm kann so gut auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Und natürlich gibt es noch Features, die fehlen:
Lightning sollte doch ursprünglich mal direkt mit Thunderbird kommen
Schnittstellen zu Exchange etc fehlen
Versand größerer Anhänge mit yousend ist schön und gut, aber dropbox usw fehlen
...
Es gibt also genug Baustellen

also von mir gibt es keine Spenden mehr an Mozilla, bis die mal wieder auf den richtigen Pfad kommen. Gute Browser gibt es genug, gute Mailclients nicht.