Apple veröffentlicht OS X 10.9.3 mit verbesserter Unterstützung von 4K-Displays | Mac Life

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Autor: Matthias Jaap

Datum: 15.05.14 - 20:29 Uhr

Apple veröffentlicht OS X 10.9.3 mit verbesserter Unterstützung von 4K-Displays

Nach zwei Monaten mit mehreren Beta-Versionen hat Apple heute OS X 10.9.3 für alle freigegeben. Das dritte Update für Mavericks verbessert insbesondere die Unterstützung von 4K-Displays, die am Mac nun wie ein hochauflösendes Retina-Display verwendet werden können.

Das betrifft vor allem Besitzer eines Mac Pro (2013) und MacBook Pro mit Retina-Display (2013). Beide Macs unterstützen den Anschluss von 4K-Displays über DisplayPort 1.2, allerdings konnte unter 10.9.2 ein solches Display nicht mit HiDPI-Skalierung betrieben werden: Statt besonders scharfer Text- und Grafikdarstellung steht lediglich mehr Anzeigefläche zur Verfügung. Teile der Benutzeroberfläche erscheinen dadurch aber eventuell zu klein. Die mangelhafte 4K-Unterstützung war vor allem für Besitzer des neuen Mac Pro ärgerlich, hatte Apple doch noch auf der Präsentation mit dessen Fähigkeit geworben, gleich mehrere dieser Displays zu betreiben.

Mit 10.9.3 lassen sich die Displays nicht nur im HiDPI-Modus betreiben, sondern auch mit höherer Bildrate: 60 Hz 4K-Ausgabe werden auf dem MacBook Pro Retina unterstützt, gut für Spiele und Videoschnitt.

Synchronisierung per USB

Die Entscheidung Apples, die Synchronisierung von Kontakten und Kalendern zwischen Macs und iOS-Geräten ausschließlich über die iCloud oder ähnliche Dienste abzuwickeln, hatte offenbar vielen Anwendern nicht gefallen, denn mit 10.9.3 darf wieder über das USB-Kabel synchronisiert werden.

Hintergrund ist der Wegfall der SyncServices unter OS X. Während iTunes unter Windows den Sync-Dienst enthält, ist er auf dem Mac Teil des Betriebssystems. SyncServices ist ein Framework unter OS X Mountain Lion oder früher. Mit Lion kündigte Apple jedoch an, dass die Dienste in zukünftigen Versionen von OS X nicht mehr enthalten sein könnten ("deprecated" Status). OS X Mavericks entfernte sie schließlich, Daten wie Termine oder Adressen werden seitdem nur noch über Cloud-Dienste synchronisiert - neben Apples iCloud sind das CardDAV- und CalDAV-Server, sowie Server mit dem Exchange-ActiveSync-Protokoll.

Sonstiges

OS X 10.9.3 verbessert die Zuverlässigkeit von VPN-Verbindungen über IPsec, die Login-Geschwindigkeit bei Active-Directory-Gruppen und behebt einen Fehler beim Installieren von PostScript-Type-1-Schriftarten. In dem Update ist Safari 7.0.3 enthalten.

Das Update wird über den Mac App Store installiert, direkte Downloadlinks für das Update von 10.9.2 und von allen Mavericks-Versionen (Combo-Update) sind auch verfügbar.

OS X 10.9.4

Aller Voraussicht nach wird Apple auf der WWDC OS X 10.10 vorstellen und an die Entwickler verteilen. Für Mavericks wird es jedoch mindestens noch ein Update geben: 10.9.4 wird intern bereits getestet. Sicherheitsupdates wird es natürlich auch nach Veröffentlichung von 10.9.4 weiter geben.