Nur Vorteile

Intel hat Angst vor Apples eventuellem ARM-Switch

Informationen, wonach Apple künftig einige seiner Computer eventuell mit den eigenen ARM-Prozessoren statt mit Intel-Prozessoren ausrüsten will, sind auch Intel zu Ohren gekommen. Und dort nimmt man die Ankündigung durchaus ernst, denn Apple hätte dadurch Vorteile.  

Von   Uhr

Die mögliche Abkehr Apples von den für jeden Hersteller verfügbaren Intel-Prozessoren zu den eigenen Produkten betrachtet Intel aufmerksam, wie Greg Welch von Intels Ultrabook Group mitteilte. Angeblich wolle Apple in den zukünftigen MacBooks die eigenen ARM-Prozessoren der A-Serie verbauen.

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So soll Apple bereits vor einigen Monaten testweise ein Thunderbolt MacBook Air gebaut haben, in dem ein A5-Chip werkelt, den Apple auch im iPad 2 einsetzt. Wie es heißt, soll das System besser gelaufen sein als erwartet.

Dem will Intel verstärkte Innovationsbemühungen entgegensetzen, um weiterhin als Zulieferer in Cupertino im Gespräch zu bleiben. Doch für Apple brächte der Absprung von allgemein erhältlichen Intel-CPUs zu seinen eigenen Konstruktionen mehrere Vorteile. Zum einen erhält Apple dadurch eine bessere Kontrolle über den Zeitplan seiner Produkt-Veröffentlichungen, da man nicht mehr an den Intel-Zeitplan gebunden wäre. Außerdem ließen sich mit eigenen Prozessoren neue patentgeschützte Produkte herstellen, die von den Mitbewerbern nur schwer für deren Konstruktionen reproduziert werden könnten.

Und zu guter Letzt müsste Apple sich nicht mit Mitbewerbern bei der Lieferung von Chips einreihen und wäre zudem flexibler, wenn es um Feinabstimmung von Batterie und Leistung geht – auch ließen sich mehr Features von iOS in die Mac-Linie einbringen. 

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"Außerdem ließen sich mit eigenen Prozessoren neue patentgeschützte Produkte herstellen, die von den Mitbewerbern nur schwer für deren Konstruktionen reproduziert werden könnten."

Was habt ihr denn geraucht? Ihr solltet eure Redakteure mal zum Drogentest schicken!

aber echt

Der Text ist doch vollkommen richtig, der Inhalt ist nachvollziehbar...vielleicht solltet ihr weniger rauchen Freunde!

Man, du hast echt den Unterschied zwischen Hardware und Software verstanden! Gratulation! Respekt!

Ferienzeit ist echt das Letzte!

Leider verbaut man sich damit auch Virtualisierungsmöglichkeiten, Kompatibilitäten zu älteren Programmen und zu Neuerscheinungen von Programmen. Denn die Entwickler müssten dann für den Intel-Prozessor, ARM-Prozessor und vielleicht noch für die Power-CPU entwickeln um auch die iMacs, Macbook Pro's, Mac Minis und Mac Pros abzudecken...

Apple ist wohl die einzige Firma die sich so einen drastischen Schritt trauen würde und dabei kaum Kunden verlieren würde. Alle würden zwar schreien wie doof das ist, letztendlich aber trotzdem kaufen

Es kommt ganz auf die Branche an. Bei spezialisierter Software fällt der Mac dann schnell unter den Tisch, weil es einfach viel zu aufwändig ist, die Software ständig an die neue Hardware anzupassen. Da ist es einfacher auf eine Umgebung zu setzen, die Konsistenter ist, wie Windows.

Apple ist hierbei ziemlich schonungslos, weil sie die Tragweite solcher Änderungen nicht verstehen. Als Apple vom Motorola (G4) PPC zum einem verkrüppelten IBM Power (G5 PPC genannt) wechselte, hätte dies tiefgreifende Änderungen bei unserer Simulationssoftware mit sich gebracht. Während der G4 noch zur Laufzeit umkonfiguriert werden konnte (Big Endian -> Little Endian), war dies beim G5 nicht mehr der Fall. Statt alles per Software zu emulieren, haben die den Mac Port ganz fallen gelassen und den Kunden geraden, die Windows-Version zu verwenden.

Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass solch hochspezifische Anwendungen nur einen extrem kleinen Teil der Nutzer betreffen, was auch korrekt ist. Es zeigt aber auch, dass sich Apple nicht im geringsten um Kontinuität schert und die Aussage, dass man manchmal die Vergangenheit einfach ruhen lassen soll und dadurch "alte Zöpfe abschneiden" muss, ist völliger Quatsch! IBM, Sun/Oracle, HP, etc. haben zu genüge bewiesen, dass Systeme über Jahrzehnte weiter entwickelt und verbessert werden könnten ohne die Kompatibilität zu zerstören.

Wie mein Vorredner sehe ich auch die Gefahr, dass Programme speziell auf diese Prozessorarchitektur ausgerichtet werden müssten. Da war Apple doch schon einmal...?! Zudem finde ich es fraglich, ob Apple und seine Zulieferer tatsächlich bessere Prozessoren als der Marktführer herstellen können. Ene intensivere Zusammensrbeit mit Intel ist sicher eine gute Option; der erforderliche Einfluss seitens Apple scheint ja vorhanden zu sein.

Bin ich auch skeptisch. Was Intels Sandy Bridge Prozessorten in den 15" MBP leistet, finde ich schon sehr bemerkenswert!

Edit: Prozessoren & MBP's

Sorry

Wenn Du mal sehen willst, was die Hardware tatsächlich leisten kann, dann musst Du Windows 7 installieren. Läuft viel flüssiger als OSX, ohne die ständigen Denkpausen, obwohl es ja Leute geben soll, die auf den spinning ball stehen...

Ich bin eigentlich absolut überzeugter Macianer, aber auch Gamer und die haben es auf Mac eher schwerer. Wenn das kommt, muss ich mir doch zum Zocken einen Windoofs-PC kaufen. Und ob dann Blizzard noch mitmacht?!

@Gast was willsten da groß entwickeln? Kompiler umstellen, fertig!

Und schon wieder jemand, der von Software-Entwicklung keine Ahnung hat, aber groß rumschreit! ARM's Kerne haben nunmal leider nicht alle Instruktionen, die Intel in seinen Prozessoren verbaut. Folglich hast du 2 Möglichkeiten:

1. auf jegliche Optimierung verzichten und das kleinste Set an gemeinsamen Instruktionen verwenden (was gerade im Bereich Multi-Media dumm, da richtig langsam wäre)

2. Programmcode für beide Plattformen (Intel + ARM) anpassen, was den Aufwand und damit die Kosten hochtreibt. Genau dieses Spielchen hatten wir erst vor ein paar Jahren, als AltiVec gegen SSE ausgetauscht werden musste.

Oh-Oh.... wieder ein Plattform wechseln?

umstieg auf PPC... dann von MacOS 9 auf OS X... von PPC auf Intel... von PPC software auf Universal Binares... von 32bit auf 64bit...

...dannach... Intel auf Apple Chips?

...OS X auf iOS?

...ich kriege Magenkrampf!

Apple sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es gibt auch noch andere Kunden als die iPod, iPhone und iPad Fanboys die sich jede neue Generation kaufen und egal zu welchem Thema immer Apple Pro - Haltung haben.

Hat schon mal einer den Gedanken gehabt, daß es ich hierbei um ein sogenanntes "Gerücht" ("Ein Gerücht (griech. pheme bzw. phama; lat. fama[1]), auch On dit (frz.: man sagt) ist eine unverbürgte Nachricht, die stets von allgemeinen bzw. öffentlichen Interesse ist, sich diffus und zumeist mündlich verbreitet und deren Inhalt mehr oder weniger starken Veränderungen unterliegt.") handeln könnte ?

Immerhin haben wir noch die Saure-Gurken-Sommerzeit....

(Quelle des Zitats: Wikipedia)

Damit würde ein Argument, was derzeit für Apple spricht und für mich ausschlaggebend war, trotzdem ein Macbook Pro zu erwerben, wegfallen, nämlich die Kompatibilität zur i386 Welt und damit wäre ein neuer Laptop fällig.

Sehe ich genauso. Es gibt nun mal einiges das ich beruflich brauche. Und das gibt's nur für Win.
Wenn das nicht mehr gehen sollte, muss ich Apple wohl auch wieder den Rücken kehren.

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