Top-Themen

Themen

Service

News

Preisänderungen ohne Vorwarnung

Apple überrascht Verlage mit Preiserhöhung

Kommunikation abseits der Special Events war noch nie Apples Stärke und so zeigen sich die Verlage irritiert über die Preiserhöhung im App Store: Da Apple keine flexiblen Preise zulässt, sondern feste Preisstufen vorsieht, haben Spiegel, FOCUS & andere Magazine nun die Wahl - Preissenkung oder Preiserhöhung?

Die Preise wurden nicht durchweg um 10 Cent erhöht - je höher die Preisstufe, desto größer fällt die Erhöhung aus. So kostet der Spiegel nun als Digitalausgabe 4,49 Euro, statt 3,99 Euro. Das ist nicht nur eine Preiserhöhung von 50 Cent: Apple macht damit damit die digitale Ausgabe im App Store teurer als die gedruckte (4,20 Euro) und die E-Paper-Ausgabe auf spiegel.de (4 Euro). Als Alternative könnte der Verlag auf die niedrigere Preisstufe wechseln, was dann aber einer Preissenkung von 40 Cent entspricht. Es sind auch alle In-App-Käufe inklusive älterer Ausgaben betroffen. Auf den Webseiten der Magazine werden teilweise noch die alten Preise genannt.

Ein weiteres Beispiel: Die Mac Life 11/2012 sollte eigentlich 3,99 Euro kosten, nach der plötzlichen Preiserhöhung verteuerte sie sich auf 4,49 Euro. Die Preise der aktuellen Ausgaben der Mac Life, Mac easy, iPhone Life und iPad Life wurden inzwischen nach unten korrigiert. Solche Änderungen können aber bis zu 24 Stunden dauern - in der Zwischenzeit ärgern sich Kunden und Anbieter gleichermaßen. Den Kunden wird eine Preiserhöhung vorgesetzt und die Anbieter hatten keine Chance darauf zu reagieren. Natürlich hat es Cupertino auch noch versäumt, neue Preisstufen einzuführen. Diese Preisänderung geschah so plötzlich, dass beim Bearbeiten der Preise noch die alte Preisstaffel angezeigt wurde und nicht die neue.

Diese Erhöhung betrifft natürlich auch alle anderen App-Entwickler, nur stehen diese normalerweise nicht vor dem Dilemma, die Preise im App Store an andere Distributionsformen und -kanäle anpassen zu müssen.

Apple dürfte die Preise alle am Dollar ausrichten und hat deshalb schon mehrmals Preise angepasst. Davon war bereits einmal der Euro-Raum betroffen (Preissenkung von 0,99 auf 0,79 Euro), aber die Kritik dürfte sich in erster Linie daran richten, wie die Preisänderung durchgeführt wurde. Apple hat etliche Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit, findet gelegentlich Zeit, Gerüchte in passende Bahnen zu lenken und die Top-Manager beantworten sogar gelegentlich E-Mails - die Preisänderungen besser zu kommunizieren, war aber offenbar nicht möglich, obwohl der Euro nicht erst seit gestern schwächelt.

Mehr zu diesen Themen:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit!

Hier können Sie ihre Meinung zum Artikel "Apple überrascht Verlage mit Preiserhöhung" äußern. Melden Sie sich hierfür mit ihrem maclife.de-Account an oder füllen sie die untenstehenden Felder aus.

Ich bin gespannt wie andere Verlage/Entwickler auf die Preiserhöhung reagieren.

Apple sollte seine App-Entwickler vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, schließlich verdienen sie durch "nichts tun" an diesen sehr gut!

Mich würde stark der Grund interessieren, warum dies durchgeführt wurde. Im Artikel wird ja eher spekuliert. Das die Erhöhung nicht kommuniziert wurde, finde ich schon sehr bedenklich.

Als der AppStore eröffnet wurde, war der Euro gegenüber dem Dollar sehr stark. Das hat sich in den letzten Monat etwas relativiert und da Apple die Preise anscheinend alle nach dem Dollar ausrichtet (damit man in allen Ländern ungefähr das gleiche zahlt pro App), wurden die Preise wohl angehoben.

Meines Erachtens hätte man das aber vlt. auch anders Lösen können bzw. zumindest vorher ankündigen können.

Es gab lediglich ein Mail das am 25. Oktober zwischen 12 und 17 Uhr (PST) keine Anpassungen an den Preisen gemacht werden soll.

Das ist natürlich so nicht in Ordnung. Obwohl im Supermarkt und sonst wo ebenfalls sämtliche Preise ohne jegliche Vorankündigung geändert werden. Apple ist hier also keine Ausnahme, aber es ist doch unglücklich gelaufen.

Es ist doch wohl ein Unterschied ob der Supermarkt um die Ecke hier und da mal die Preise ändert oder Apple über Nacht für jegliche App ?!

Wenn aber die Mehrwertsteuer steigt, ändern sich eben ALLE Preise gleichzeitig. Ein bisschen recherchieren, und schon wird man herausfinden, was hier passiert ist...

naja, es sind ja nicht nur bücher, sondern der komplette app store betroffen. einstiegspreis 89ct. teilweise ist software z.b. pages, keynote usw. 1 euro verteuert worden. der genannte grund ist schwächelnde euro; also heißt es dann wohl, dass die preise bei nem starken euro wieder gesenkt werden? wohl eher nicht...

eben doch. Das ist schon einmal geschehen als die preise von 0,99€ auf 0,79€ gesenkt wurden. Während die Apps in USA weiter 0,99$ gekostet haben.

mfg

Was mich als kleiner Entwickler, der auch völlig überrascht wurde, besonders ärgert:
Die Euro-Preise stehen jetzt in keinem Verhältnis zu den Preisen in Dollar und auch in vielen anderen Währungen wie beispielsweise dem Schweizer Franken, das irgendwie den aktuellen Wechselkurs widerspiegelt.
So habe ich eine Software für den Mac, deren Preis von 49,99 € auf 59,99 € erhöht wurde (20 %!), die aber in den USA weiter 64,99 $ kostet oder in der Schweiz 60 SFr. Jetzt habe ich die Preisgruppe so geändert, dass der Euro-Preis wieder stimmt - dafür erhalte ich jetzt bei allen anderen Währungen wesentlich weniger.
Die alte Preisstruktur war da wesentlich realistischer!