Rückgaberecht oder Zwang zur Demoversion

Hessische Verbraucherschutzministerin fordert Rückgaberecht für Apps

Gekauft ist gekauft gilt für Apps bisher und sollte sich eine App als Fehlkauf erweisen, können Kunden nur auf die Kulanz des App-Store-Betreibers hoffen. Die hessische Verbraucherschutzministerin fordert die Bundesregierung nun auf, sich für ein Rückgaberecht einzusetzen.

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Was für Kleidung gilt, sollte auch für digitale Güter gelten. Zumindest sollen Konsumenten die Möglichkeit bekommen, die Ware zu begutachten. Dies könnte auch in Form einer Demoversion von Software, Apps oder Musik (!) geschehen.

Apple hat in vielen Fällen den Kaufpreis bei Fehlkäufen erstattet, ein Recht auf Rückgabe oder eine Verpflichtung zur Demoversion gibt es jedoch nicht. Anders sieht es bei Google Play aus: Hier kann der Kauf innerhalb von 15 Minuten rückgängig gemacht werden - genug für einen flüchtigen Eindruck. Vorher ließ Google Käufern allerdings 24 Stunden Zeit, was sich jedoch als zu großzügig erwies: Mobile Spiele lassen sich innerhalb eines Tages durchspielen und dann zurückgeben.

Inzwischen sind einige Firmen allerdings dazu übergegangen, ihre Spiele kostenlos anzubieten und über In-App-Käufe Geld zu verdienen. Ausgerechnet bei den Freemium-Spielen, für die mehr ausgegeben werden kann als für Spiele ohne In-App-Käufe, könnte also ein mögliches Rückgaberecht nicht greifen.

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Zitat:
Ausgerechnet bei den Freemium-Spielen, für die mehr ausgegeben werden kann als für Spiele ohne In-App-Käufe, könnte also ein mögliches Rückgaberecht nicht greifen.

Warum sollte, es ist kostenlos. Und wenn es mir nicht gefällt kann ich es ja löschen!

Aber, wenn Apps ein Rückgaberecht erhalten, so sollte es konsequent weitergeführt werden indem man downloaded Games und Software auch zurückgeben darf kann!
Ich wäre über eine Stunde erfreut, aber dadurch würde man u.U. Crackern das leben vereinfachen ;)
Vielleicht könnte man eine "Demo" für eine Stunde freigeben und dann ginge nix mehr ohne Bezahlcode, geht ja Heute auch schon.

Wird wohl eher nichts passieren, siehe Telekom D(ro)S(se)L ;)

Gruß
Ich

Viel wichtiger wäre es, Apps generell so löschen zu können, dass diese als "nicht erworben" deklariert sind.
Es gibt durchaus nicht wenige Programme, die ich früher mal wollte, jetzt aber überhaupt kein Interesse mehr daran habe - WEG DAMIT - und nicht nur ausblenden oder deaktivieren!
Wenn ich was in der realen Welt nicht mehr mag, schmeiße ich's auch weg. Bei Apple schleppe ich den Müll (und seine Updates) immer mit mir rum.

App in iTues löschen - das war's.

Die Demoversion von Musik existiert mit exakt 90 Sekunden und das ist genug, um sich für oder gegen einen Kauf zu entscheiden. Ein Rückgaberecht für Apps wird es nie bei Apple geben. Viel Spass dem Ministerium bei diesem Ansinnen. Die Rückgabeidee kommt aus einer vergangenen produktspezifischen Welt. Diese regeln können nicht 1 zu 1 ins digitale Business transferiert werden. Da müssten sich die Damen und Herren Gesetzgeber schon mal auf den Hosenboden setzen, ordentlich lernen, wie die digitale Welt funktioniert und dann Hausaufgaben machen. Danach sollten sie sich melden. Wenn die Ideen gut sind, haben sie Aussicht auf Erfolg, aber so? Ausreichend!

Mac-Harry schreibt genau, was hier zu sagen ist: Die Mechanismen der Vergangenheit passen nicht in die neue Welt. Den Damen und Herren der jetzigen Politikergeneration ist kaum vorstellbar, welche Konsequenzen ein solches Gesetz haben würde und was sie damit an anderen Ecken an Folgen lostreten, die sie nicht im Überblick haben.
Ich kann auch heute nicht ein Stück Kuchen kaufen, nach Hause gehen, ein Stück probieren, feststellen, dass es mir nicht schmeckt und dann die Rückgabe verlangen.

Google macht es vor wie es geht, 15 Minuten Zeit zum Testen, danach ist der Kauf bindend. Man muss nicht immer auf Gesetze warten, sondern kann freiwillig etwas Kundennähe zeigen.

Das Beispiel mit dem Kuchen ist natürlich völliger Unsinn, da der Kuchen wohl kaum über einen Fernabsatzvertrag gekauft wird - und selbst wenn, handelt es sich um verderbliche Ware, die ohnehin vom Widerruf ausgeschlossen ist.

Natürlich ist der Kuchen völliger Unsinn - genau wie die Forderung der Ministerin. Der Kuchen soll nur klar machen, worum es geht: Ich kaufe eine Ware, die ich benutze und dann einfach zurück geben und volles Geld zurückbekommen will, wenn mir irgendwas nicht passt.

Mac-Harry schreibt genau, was hier zu sagen ist: Die Mechanismen der Vergangenheit passen nicht in die neue Welt. Den Damen und Herren der jetzigen Politikergeneration ist kaum vorstellbar, welche Konsequenzen ein solches Gesetz haben würde und was sie damit an anderen Ecken an Folgen lostreten, die sie nicht im Überblick haben.
Ich kann auch heute nicht ein Stück Kuchen kaufen, nach Hause gehen, ein Stück probieren, feststellen, dass es mir nicht schmeckt und dann die Rückgabe verlangen.

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