Analystenmeinung

Hat Apple zwei Milliarden US-Dollar in Sharp investiert?

Die Aktie ist mit einem Kurs von unter 2 US-Dollar auf Ramschniveau und im August soll Sharp sogar Probleme gehabt haben, die Produktion von Touchscreens für das iPhone 5 aufrecht zu erhalten. Ein Analyst hat Spuren verfolgt, die darauf hindeuten, dass Apple einen Milliarden-Betrag an Sharp überwiesen hat.

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2,3 Milliarden Dollar an Kapitalausgaben soll Apple für 2012 geplant haben, 2 Milliarden davon als Cash Flow. Asymco-Analyst Horace Dediu hatte sich deshalb gefragt, wohin das Geld geflossen ist, da sich Apple zu der Verwendung nicht äußerte. Apple könnte Sharp das Geld als Vorauszahlung angeboten haben, damit die Touchscreen-Produktion wieder voll gestartet wird. Im Falle eines Bankrotts hätten die Sharp-Fabriken keine Touchscreens hergestellt, Apple wäre wieder stärker von Samsung abhängig und die Liefersituation des iPhone 5 wäre noch angespannter, als sie es ohnehin schon ist.

Als Sharp-"Retter" trat erst Foxconn auf, die Taiwanesen waren vor allem an dem Wissen Sharps in der Display-Produktion interessiert. Während der monatelangen Verhandlungen ist allerdings der Kurs der Sharp-Aktie stark gefallen, was einen Abschluss zum ursprünglich geplanten Preis schwierig machte. Sharp soll nun über 10000 Angestellte entlassen und plant, Fabriken im Ausland zu verkaufen.

Angeblich sollen Apple und Intel einen Einstieg bei Sharp prüfen. Dies muss allerdings nicht dazu führen, dass beispielsweise Apple einen Teil an Sharp übernimmt. Die zwei Milliarden Dollar - so sie denn überhaupt in Richtung Sharp gingen - würden nicht die Rettung für Sharp bedeuten, sondern lediglich die Versorgungskette aufrecht erhalten.

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