Bildschirmfotos (Screenshots) unter Mac OS X | Mac Life

Quelle: https://www.maclife.de/bildschirmfotos-screenshots-unter-mac-os-x

Autor: erdmann_red

Datum: 25.01.10 - 18:28 Uhr

Bildschirmfotos (Screenshots) unter Mac OS X

Ein Bildschirmfoto sagt manchmal mehr als tausend Worte, es verdeutlicht Vorgehensweisen und Arbeitsschritte und hält den richtigen (arbeitstechnischen) Moment fest. Doch wie lässt sich ein Bild der Monitoroberfläche im richtigen Format und passenden Bildausschnitt erstellen?

Die Darstellung des Bildschirms kann in manchen Fällen mehr als nur hilfreich sein: Will man beispielsweise Konfigurationseinstellungen oder mögliche Optionen veranschaulichen, kommt man um den „Screenshot“ nicht herum. Dazu benötigt man unter Mac OS X nicht einmal unbedingt eine spezielle Software. Die Bildschirmfotofunktion ist nämlich im System bereits integriert – man muss nur wissen, wo und wie man sie aktivieren kann. 

Screenshots unter Mac OS X

Die in Mac OS X integrierte Screenshot-Funktion lässt sich allerdings nur per Tastenkombination aufrufen. Drücken Sie hierzu einfach die Tasten [CMD] + [Shift] + [3] gleichzeitig, wenn Sie den gesamten Bildschirm fotografieren möchten. Wollen Sie hingegen nur einen bestimmten Ausschnitt des Monitors festhalten, nutzen Sie die Tastenkombination [CMD] + [Shift] + [4]. Es erscheint ein Kreuz mit einem Kreis anstelle des Mauszeigers, mit dem Sie bei gedrückt gehaltener linker Maus­tas­te ein Rechteck um das zu fotografierende Motiv aufziehen können. Benutzen Sie hingegen zusätzlich zu [CMD] + [Shift] + [4] die Leertaste, wird aus dem Fadenkreuz des Mauszeigers ein Kamerasymbol und Sie können einzelne Fenster auf Ihrem Monitor auswählen und fotografieren. 

Bildformat

Zwar sind auf diese Weise schnell Abbildungen der Monitoroberfläche erstellt, Problem bei diesem Vorgehen aber ist, dass Mac OS X je nach Betriebssystemversion direkt aus dem Bildschirmfoto eine Datei in einem bestimmten Format erzeugt und sie immer auf dem Schreibtisch ablegt. Unter Mac OS X von 10.2 (Jaguar) bis 10.3.9 (Panther) ist dieses Dateiformat PDF, das anschließend über ein anderes Programm konvertiert werden muss. Seit Mac OS X 10.4 (Tiger) wird standardmäßig ein Bild im PNG-Format erstellt und auf dem Schreibtisch gespeichert. Umgehen kann man dies, indem man die Bilder zunächst nur in der Zwischenablage ablegt. Dabei handelt es sich um den virtuellen Speicher von Mac OS X, der sich immer eine Textzeile oder ein Bild „merken“ kann. Kopieren Sie eine Textzeile mit „kopieren“ oder der Tastenkombination [CMD] + [c] (kopieren) oder [x] (ausschneiden), lässt sich diese später irgendwo mit [CMD] + [v] wieder einfügen. Ebenso funktioniert der Zwischenspeicher bei Bildern, doch müssen Sie hier die Tastenkombination [CMD] + [Shift] + [ctrl] + [3] für den ganzen Bildschirm oder [CMD] + [Shift] + [ctrl] + [4] für den gewünschten Ausschnitt nutzen.

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Die vom Betriebssystem erstellten Dateiformate aber sind nicht „in Stein gemeißelt“. Die systeminternen Vorgaben lassen sich mit etwas Raffinesse relativ leicht verändern, so dass man den Screenshot gleich im favorisierten Dateiformat abzuspeichern in der Lage ist. Dabei hilft Ihnen das kleine und auch für andere Anwendungen recht nützliche, kostenlose Programm „TinkerTool“ www.bresink.com. Es ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Einstellungswerte, die Apple in Mac OS X eingebaut hat, darunter auch im Bereich „Allgemein“ das „Dateiformat für Bildschirmfotos“. Ändern Sie dieses und melden Sie sich einmal ab und wieder an, speichert Mac OS X jetzt den Screenshot im von Ihnen gewünschten Dateiformat ab.

Programm „Bildschirmfoto“ unter Mac OS X

Nicht nur über Tastenkombinationen lässt sich allerdings unter Mac OS X ein Bildschirmfoto erstellen. In das System integriert ist auch das Programm „Bildschirmfoto”, das Sie auf Ihrer Festplatte über den Finder im Ordner „Programme“ im Unterverzeichnis „Dienstprogramme“ finden. Es erstellt ebenfalls Screenshots in dem Format, das im Betriebssystem hinterlegt wurde, allerdings haben Sie dabei noch mehr Auswahlmöglichkeiten. So lässt sich nach Start von „Bildschirmfoto“ im Menü „Foto“ nicht nur der Bildschirm, ein ausgewählter Bereich und ein Fenster „fotografieren“, sondern auch ein Selbstauslöser starten.

Dieser zählt einige Sekunden vor, bevor er den gesamten Bildschirm in die Zwischenablage aufnimmt. Besonders nützlich ist das, wenn man eine bestimmte Aktion zeigen möchte, die man nur bei gedrückter Maustaste oder bei anderen zu startenden Aktivitäten nutzen kann. Betätigen Sie in diesem Fall erst den Selbstauslöser des Programms „Bildschirmfoto“ und nehmen Sie dann die Aktion vor, bis das Foto ausgelöst wurde. Erkennbar ist dies an der roten Umrundung des angezeigten Ziffernblatts, das die letzten Sekunden dann auch noch mitzählt. Da heißt es dann also abwarten und „bitte lächeln“ bzw. „bitte Maustaste drücken“!

Zusätzliche Funktionen durch Zusatzprogramme

Wer jedoch öfter ein Bildschirmfoto erstellen muss und, dabei unterschiedliche Dateiformate, Rahmen, Schattierungen und Größen benötigt, dem reichen die systeminternen Möglichkeiten zur Erstellung eines Screenshots oft nicht aus. Deshalb gibt es einige Programme, die sich nur darauf spezialisiert haben, dem Nutzer eine komfortable Möglichkeit des Screenshots zu bieten. Die nachfolgend vorgestellten Anwendungen bilden nur eine kleine Auswahl, die unterschiedlich komfortabel und teuer (bis hin zu kostenlos) sind. Dennoch sollten Sie sich jedes der Programme einmal ansehen und dann entscheiden, welches davon Ihren Ansprüchen genügt:

Hervorzuheben ist das 69 US-Dollar kost­ende „Snapz Pro X“ (www.ambrosiasw.com), das Schattenwürfe, die unterschiedlichsten Formate und einige weitere Annehmlichkeiten bietet. Selbst Videosequenzen der eigenen Aktionen sind möglich. Über die unter Mac OS X gewohnte Tastenkombination öffnet sich mit dieser Software ein eigenes Fenster, in dem man im Vorfeld alle benötigten Einstellungen vornehmen, einen Dateinamen vergeben und so den Screenshot gleich passend im gewünschten Ordner auf der Festplatte abspeichern kann. Komfort, der eben leider auch seinen Preis hat.

2. QuickSnap

Mit nur 14,95 US-Dollar günstiger, aber auch mit wesentlich weniger Funktionen ausgestattet ist das kleine Programm „QuickSnap“ (herunter zu laden und zu testen unter www.fastforwardsw.com/products/quicksnap), mit dem sich alle systeminternen Möglichkeiten per Mausklick nutzen und die Bilder im gewünschten Dateiformat abspeichern lassen. 

3. ScreenShot Pro

Ebenso viel kostet die Anwendung „ScreenShot Pro“ (erhältlich unter www.code-line.com/software/screenshotpro.html), welche die gleichen Funktionen in einem anderen Gewand bietet. Zusätzlich lassen sich die „eingefangenen Bilder“ damit aber auch in der Größe verändern und drehen. 

4. GrabMac

Kostenlos hingegen und mit einigen zusätzlichen Möglichkeiten, wie der Größenbearbeitung des Bildes ausgestattet ist „GrabMac“ (herunter zu laden unter www.digitalcalamity.org im Bereich „Software“).