Was lange währt, wird endlich gut? Nicht so im Fall von Office 2008 für den Mac, das – von vielen Anwendern sehnsüchtig erwartet – um viele Monate verspätet erst im Januar auf den Markt kam.
Leider hält Office 2008, auch als grundlegend überarbeitete Universal-Binary-Anwendung für den Intel-Mac, nicht das, was es verspricht. Viele Anwender klagen über einen langsamen Start der Office-Anwendungen – selbst auf schnellen Intel-Macs, sowie große Absturzfreudigkeit. Entourage „vergisst“ seine Systemtöne, das Office-Installationsprogramm schert sich nicht um Benutzerrechte, was das Löschen der Office-Programme von Anwendern ohne Administratorenkonto ermöglicht und anderes mehr, wie Probleme mit Schriften. Der Einsatz von Office 2008 im Büroalltag ist daher – leider – noch nicht empfehlenswert.
Stattdessen sollte – entgegen der Empfehlung im Installationsprogramm von Office 2008 – das alte Office 2004 noch nicht von der Festplatte verbannt werden. Im Gegensatz zu Office 2008 läuft es dank vieler Updates und Service Packs mittlerweile relativ stabil. Durch die parallele Nutzung von Office 2004 bleiben Sie auf der sicheren Seite, bis Office 2008 wirklich alltagstauglich ist. Dies ist zudem eher „Mac-like“ als der von den Kollegen der c‘t vorgeschlagene Weg, auf dem Mac über eine Virtualisierungslösung oder eine eigenständige Windows-Installation Office 2007 für Windows zu nutzen.
Denn dieser Möglichkeit lässt eingefleischten Mac-Anwendern die Haare zu Berge stehen – selbst wenn sie die Option, auf dem Mac in Ausnahmefällen auch Windows-Programme nutzen zu können, durchaus begrüßen mögen. Übrigens: Schafft es Microsoft diesmal pünktlich zu sein, dann ist mit Erscheinen dieses Heftes vielleicht schon das erste Update für Office 2008 erhältlich, das hoffentlich die schlimmsten Fehler beseitigen wird.
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