NEMO LEBT

Die Rückkehr zur geheimnissvollen Insel

Mac Life 3.2010 - von Arne Schlüter

Die Rückkehr zur geheimnissvollen Insel 2

Bewertung:
befriedigend (3.5)
Preis: ca. 30 Euro
Hersteller: Microids
Art: Adventure
Anbieter: Coladia
Vertrieb: ASH
Systemanforderungen:
MAC OS X 10.4, Intel- oder PowerPC mit 1,6 GHz, 512 MB RAM, Internetverbindung
USK keine AltersbeschränkungUSK: keine Altersbeschränkung
PowerPC wird unterstützt
zwei spielbare Charaktere
Rätsel auch für Profis fordernd
nervige Minispiele
für Einsteiger zu schwierig
Handhabung des Inventars
Grafik wirkt leblos

Als Inspiration für ihr neuestes Werk hat man bei Microids einen alten Jules-Verne-Klassiker ausgegraben. In der Buchvorlage aus dem 19. Jahrhundert ging es um fünf Amerikaner, die vor den Bürgerkriegswirren in einem Ballon flüchten und auf einer geheimnisvollen Insel stranden. Ihre unterschiedlichen Fähigkeiten helfen Ihnen dann beim Überleben auf dem unwirklichem Eiland.

Rund 150 Jahre später verschlägt es nun unsere Protagonistin Mina auf die vermeintlich unbewohnte Insel, und es gilt erneut, das Eiland zu erkunden und einen Weg nach Hause zu finden. Allerdings wird man zu Spielbeginn in die Haut des Affen Jeb schlüpfen, denn unsere Heldin verletzte sich beim Absturz ihres Hubschraubers. So muss man sich zunächst als Krankenpfleger-Affe verdingen, Heilkräuter sammeln und Mina mit Verbänden versorgen, bis man sie wieder so weit hochgepäppelt hat, dass sie aktiv ins Geschehen eingreifen kann. Das ist recht witzig, da man Mina mit ganz unterschiedlichen Methoden wieder auf Vordermann bringen kann.

Mystisches Eiland

Bei Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2 handelt es sich um ein sogenanntes First Person Adventure mit 360 Grad Blickwinkel. Aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten betrachtet man die dreidimensionale Spielwelt. Seinen Charakter führt man mit einem Mausklick an die verschiedenen Spielorte. Jeder Schauplatz will dabei genauestens untersucht werden, könnte er doch wertvolle Objekte oder Hinweise enthalten. Auch Jeb kann Objekte einsammeln, die er findet. Allerdings haben ihm die Programmierer die Intelligenz verweigert, diese Objekte dann auch anwenden zu können, sodass alles, was Jeb sammelt, erst an Mina übergeben werden muss. Dafür darf man mit Jeb auf Bäume klettern oder durch enge Felsspalten kriechen. Originell ist, dass sich die Perspektive des Spielgeschehens tatsächlich ändert, je nachdem mit welchem Charakter man spielt. Weniger witzig ist die Handhabung des Inventars gelungen. Aufgenommene Gegenstände landen erstmal in der Transitzone, um dann mühsam weiter ins Inventar zu wandern. Will man sie aber benutzen, müssen sie zuerst wieder in die Transitzone verschoben werden. Da steckt ebenso Frustpotential drin wie in der Tatsache, dass man über seinen gesammelten Krempel schnell den Überblick verlieren wird, denn auf der Insel liegt so einiges zum Aufsammeln rum.

  • Der Mauszeiger zeigt an, was es hier zu tun gibt

 

Mini-Rätsel und Highscore

Ziel ist es, einen Weg von der Insel zu finden. Dazu muss man zunächst am Leben bleiben. So gehören Aufgaben wie Nahrungssuche und deren Zubereitung ebenso zu den Pflichten des Spielers wie das Ausspähen von düsteren Höhlen. Allerdings kann man sich nicht frei in der Landschaft bewegen, sondern nur im festgelegten Rahmen. Die genreüblichen Kombinations- und Inventar-Rätsel sind allerdings nichts für Gelegenheitsspieler und verlangen auch Abenteuerprofis Höchstleistungen ab. Besonders störend für den Spielfluss erweisen sich die Minispieleinlagen, bei denen es gilt, Geschicklichkeitsaufgaben schnellstmöglich zu lösen. Schnellstmöglich bei einem Adventure? Richtig gelesen! Je schneller man die Geschicklichkeitseinlagen meistert, desto mehr Punkte bekommt man auf sein Highscore-Konto überwiesen. Anfangen kann man damit allerdings nichts. Weil sie teilweise sehr knifflig sind und so häufig vorkommen, haben mir die Minispieleinlagen den Spaß am Spiel doch ziemlich verleidet.

  • Recht leblos: Eindrücke vom Eiland

 

Fazit

Insgesamt waren die Abenteuer auf der Insel gar nicht mal schlecht. Die durch die geringe Auflösung limitierte Grafik wirkt ordentlich, aber leblos. Die Insel mit all ihren versteckten Schauplätzen zu erkunden, kann durchaus Spaß machen. Für Einsteiger scheinen viele der Rätselnüsse aber oftmals zu anspruchsvoll. Adventure-Puristen dagegen werden sich vor allem an den zu vielen und nervigen Minispielchen stören. Die Handhabung des Inventars hätte man sicher auch besser lösen können. Zumindest geht einem ab einem gewissen Punkt die Übersicht verloren, kein Wunder bei rund 200 Slots zur Ablage von Gegenständen. Trotzdem: Alle Freunde von First-Person-Abenteuerspielen mit 360-Grad-Blickwinkel im Stil von Myst und Konsorten werden hier einen unterhaltsamen Zeitvertreib für verschneite Winterabende finden.

Thomas Koenig

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