befriedigend (4.0)
OS X 10.5
Obwohl nur selten in kommerziellen Filmen eingesetzt, gehören Comic-Effekte zu den weitverbreitetsten Effektfiltern. LiveToon bietet den Filter zum kleinen Preis. Dabei gibt es durchaus einige Filme, in denen echte Schauspieler als Vorbilder für die Animationen dienen. Der Herr der Ringe (1978) war beispielsweise so ein Film – damals Handarbeit, heute Automatik mit LiveToon. LiveToon unterstützt als Host Final Cut Studio/ Express und After Effects. DVShade erlaubt die Benutzung in bis zu vier verschiedenen Host-Anwendungen. Den Einstieg erleichtern zwölf Vorlagen, deren Namen (Comic Book, Graphic Novel) bereits einen groben Eindruck von dem Effekt bieten. Natürlich können auch eigene Vorlagen gesichert werden – da LiveToon über eine Vielzahl Parameter verfügt, ist dies auch sinnvoll. Jeder Parameter kann mit Keyframes verändert werden. Von der Umsetzung des Videobilds in eine (sehr künstlich aussehende) Bleistiftgrafik bis zu einem Vergröberungseffekt mit typischem Comicraster reicht die Palette der Effekte, auch eine vorsichtige Dosierung ist möglich. Anders als das in der Mac Life 02.2009 getestete ToonIt gibt es bei LiveToon nur einen Filter. Mit einem Preis von knapp 400 US-Dollar richtet sich ToonIt aber auch an eine andere Zielgruppe als LiveToon. Bei dunklen Aufnahmen ist ein überzeugender Comic-Effekt schwerer zu bewerkstelligen, als bei helleren. Oft sieht auch eine Einstellung in Bewegung längst nicht so gut aus wie in Bewegung.
Fazit
LiveToon stellt genug Parameter zur Verfügung, um so lange an dem Effekt zu schrauben, bis er passt. Auch der Preis spricht für das Plug-In, wer einen entsprechenden Effekt braucht, kann zugreifen, die grafische Qualität von ToonIt erreicht es jedoch nicht.
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