gut (4.5)
OS X 10.5
Ein weiterer populärer Effekt entbehrt nicht einer gewissen Komik, denn er fügt genau das hinzu, weshalb eigentlich die meisten auf den digitalen Schnitt umgestiegen sind. Die Rede ist natürlich vom künstlichen Altern eines Digitalvideos. Also eben genau das, was ehemals bei Filmrollen zwar gratis war, aber eben auch sehr lange benötigte: Staub, Kratzer, Flecken und andere Beschädigungen des Filmmaterials. Manche finden das durchaus romantisch, andere amüsiert es nur. Ein paar künstliche Filmschäden stellen allerdings auch wiederum sicher, dass selbst diejenigen, die Sepia und Schwarz/Weiß nicht sofort mit einer Rückblende in Verbindung bringen, merken, dass hier altes Material gezeigt wird. Natürlich fährt auch Aged Film das übliche Arsenal an Alterungsmechanismen auf: Flackern, ausgeblichene Ränder, Staub, vertikale Kratzer und unruhige Bilder lassen sich mit dem Programm integrieren. Für die Kratzer stehen beispielsweise fünf Parameter zur Verfügung: Anzahl, Beschleunigung, Dauer, Deckkraft und die Variation der Deckkraft. Alle Parameter lassen sich mit Keyframes variieren. Und damit selbst bei gleichbleibenden Parametern noch eine Prise Zufall die Alterung beeinflusst, kann der Anfangswert für den Zufallsgenerator verändert werden. Mit dem Altern von Clips hat Aged Film keine Probleme. Um den Effekt noch zu verstärken, kann dem Clip die Farbe entzogen werden.
Fazit
Dass digieffects es versteht, Videofilme per Plug-In zu „beschädigen“, bewies die Firma bereits mit Damage. Bei Aged Film stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis; fehlen bloß noch ein paar Schrifttafeln, schmissige Klaviermusik – und fertig ist der nachvertonte Stummfilm.
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