Lomography und Apple haben einiges gemeinsam – nicht unbedingt, was die Verarbeitungsqualität angeht, aber zumindest in puncto Verbundenheit der Fans mit der Marke. Einen originalgetreuen Lomo-Look liefert die App Lomo Studio (Store Link) nicht: Die Lomografische Gesellschaft hat mehrere, sehr unterschiedliche Kameras im Angebot, die alle auf Film setzen. Welche Kamera Lomo Studio versucht nachzuahmen, ist unklar, ebenso, worin der Unterschied zwischen der normalen und der Plus-Version besteht.
Immerhin erinnert der Fensterhintergrund schon einmal an die Diana F. Damit das Foto auch wie ausbelichtet wirkt, zeichnet die App einen Rahmen um jede Aufnahme. Es stehen verschiedene zur Auswahl, die beispielsweise an Polaroid-Aufnahmen erinnern, aber keinen Einfluss auf das Aussehen des Motivs an sich haben. Ohnehin macht das Programm nicht viel: Weder gibt es einen sichtbaren Vignetteneffekt, noch ändert sich die Bildschärfe. Natürlich gibt es Regler für Kontrast, Sättigung und Schärfe, aber die gibt es in jeder Bildbearbeitung. Es gibt noch den Versuch, farbiges Blitzlicht zu simulieren, aber dabei geht es nur um einen Farbstich. Auch der Sepia- und S/W-Effekt haben nicht den Anspruch, irgendeinen Film zu simulieren. Außerdem werden Fotos nur in niedriger Auflösung gesichert, von 3260 x 2400 Bildpunkten bleiben lediglich 570 x 480 übrig.
Fazit
Teurer Software-Schrott, der mit Lomografie nichts zu tun hat. Finger weg!
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