befriedigend (4.0)
Marty MacFly und „Timecop” Jean Claude Van Damme könnten viele Geschichten erzählen, was bei Zeitreisen so alles schief laufen kann. Vielleicht hätten die Entwickler von PhantomEFX sich vor Beginn der Entwicklung mit einem der beiden unterhalten sollen. Sie sind als Alex Morris im Shooter „Darkest of Days“ unterwegs und finden sich am historischen Little Big Horn wieder. Es ist der 25. Juni 1876, Sie tragen eine blaue Uniform und sind von Hunderten Indianern umzingelt.
Schnell wird Ihnen klar, dass dies nicht die Epoche ist, in der Sie eigentlich leben. Gut, dass urplötzlich wie aus dem Nichts eine Energiekugel auftaucht, in die Sie flüchten. Vom Piloten der Kugel erfahren Sie dann einiges über die Story hinter dem Spiel. Es geht um den verschollenen Erfinder der Zeitreise und seine Firma, die das Zeitkontinuum bewahren sollte. Kurzerhand werden Sie als eine Art Zeitpolizist angeheuert und müssen fortan dafür Sorge tragen, dass historische Persönlichkeiten nicht zufällig und gegen den bekannten Geschichtsverlauf das Zeitliche segnen. Sie reisen quer durch die Zeiten und müssen Schlachtfelder des Ersten und Zweiten Weltkriegs betreten, sich in die Wirren des US-amerikanischen Bürgerkriegs stürzen und nach Pompeji kurz vor Ausbruch des Vesuvs eilen, um bedeutende Persönlichkeiten nicht zu Tode kommen zu lassen und nebenbei Firmengründer Dr. Koell wiederzufinden. Meistens sind Sie mit Waffen aus der jeweiligen Zeit unterwegs, die sich alle zu ähnlich verhalten und mittels eines unhandlichem Systems nachzuladen sind. Verpassen Sie den richtigen Zeitpunkt, haben Sie es mit Ladehemmungen zu tun. Vor allem bei den altertümlichen Wummen kann das zu einer Spaßbremse werden.
Antiquiertes Gameplay
Weder grafisch noch in puncto Sound kann der Titel auch nur annähernd anderen aktuellen Spielen das Wasser reichen. Die Animationen wirken hölzern, einige der Texturen sind sehr verwaschen, das ganze Spiel ist relativ polygonarm. Auch das Gameplay gleicht eher einer Zeitreise zurück ins Jahr 1991. Wie zum Beispiel im Fall von „Doom“ gilt es, recht dumm agierende Gegnermassen auszuschalten. Diese rennen immer wieder stur in ihr Verderben. Da auch das Missions-Design nicht gerade vor Innovationen glänzt, macht sich recht schnell Langeweile breit. Einzige Abwechslung bringen die bläulich schimmernden Feinde, die Sie nicht töten sollten. Dabei handelt es sich um die zu schützenden Persönlichkeiten.
Fazit
Interessante Geschichte mit schlechter Technik und unausgereiftem Leveldesign. Action-Fans greifen dennoch zu. (Thomas Koenig)
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