gut (5.0)
Mac OS X 10.6
Den Texteditor, für den Kopfhörer empfohlen werden, gibt es nun doppelt: Im Mac App Store gibt es OmmWriter Dana II, auf der Website der Entwickler Dana I. Entspannt schreiben lässt sich mit beiden. Am Anfang konzentrierten sich alle Textverarbeitungen gezwungenermaßen auf das Wesentliche: Multitasking oder Grafik gab es nicht, also wurde immer im Vollbild gearbeitet, mit allem, was der ASCII-Zeichensatz eben so hergab.
Unkompliziert waren die Programme damals deswegen noch lange nicht, Steuerzeichen dienten zur Druckersteuerung, die Programme selbst wurden mit Dutzenden Tastenkürzeln bedient. Mit den ersten grafischen Benutzeroberflächen änderte sich dies, dafür lenkten die vielen anderen Programme ab. Daraus entstand dann der Wunsch nach einer neuen Art von Schreibprogrammen, die zwar verdächtig nach einer alten Terminalsoftware aussehen, aber im Kern modern sind.
Ommmmm…
Ein solches Programm ist beispielsweise WriteRoom. Mittlerweile gehört ein Vollbildmodus zu den Standardfunktionen vieler Schreibprogramme, Bean bietet beispielsweise auch einen. OmmWriter orientiert sich zwar an WriteRoom, bricht aber mit den Konventionen der schlichten Schreibprogramme – wie ein VT52-Terminal sieht es jedenfalls nicht aus.
Die Empfehlung für Kopfhörer deutet dies schon an. Während des Schreibens spielt Musik im Hintergrund, die zur Entspannung beitragen soll. Jeder Tastendruck erzeugt dazu passend ein Plätschern oder einen anderen Sound. Beides lässt sich aber auch abschalten.
Während des Schreibens sind nur der Text und das Hintergrundbild zu sehen. Sieben stehen davon zur Auswahl, neben der Schneelandschaft gibt es auch etwas sommerlicher wirkende Motive. Für die Lesbarkeit des Textes stellen sie kein Problem dar, OmmWriter-Anwender werden auch kaum den ganzen Bildschirm ausnutzen, obwohl dies möglich ist. Wird der Mauszeiger bewegt, erscheinen der Textrahmen, ein Zeichenzähler und ein Menü an der rechten Seite.
Versionsunterschiede
In den Menüs kann zwischen vier Schriftarten und -größen, acht Hintergrundbildern und sieben Songs ausgewählt werden. Dies ist übrigens auch der einzige Unterschied zwischen Dana I und Dana II: Die Version aus dem Mac App Store enthält mehr Hintergrundbilder und neue Audio-Tracks. Es wird also nicht viel Neues gegenüber der kostenlosen Version auf der Website geboten, aber das ist auch nicht zu erwarten: Die einfachen Schreibprogramme lassen sich nicht immer weiter mit Funktionen erweitern. Die neuen Sounds sind aber sehr gut gelungen. Was sich jedoch einige Autoren wünschen dürften, ist ein Wortzähler: Für den Schreibwettbewerb National Novel Writing Month wäre OmmWriter ideal, nur muss eben die Anzahl der Wörter über eine andere Anwendung überprüft werden.
Matthias Jaap
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