ausreichend (3.0)
Mac OS X 10.5
Wenn sich heute noch eine neue Textverarbeitung auf den Mac traut, muss sie schon etwas Besonderes bieten, um sich von der Masse abzuheben. Pagehand vertraut auf die Kraft von PDF. In der Preisklasse unter 100 Euro ist auf dem Mac das Angebot an Textverarbeitungen groß, von der Freeware Bean bis hin zu Pages. Mit 39,95 US-Dollar (der Preis soll später um zehn Dollar steigen) sortiert sich Pagehand in der Mitte ein. Die Textverarbeitung verspricht mehr Übersicht, Typografiehilfen und nicht zuletzt PDF als Dateiformat.
Kompakt
Zwar ist es bei Textverarbeitungen ohnehin nicht üblich, dass dutzende Paletten sich neben dem Fenster platzieren, aber Pagehand zeigt sich im Vergleich zur Konkurrenz deutlich aufgeräumter. Dazu trägt der ständig neben dem Text eingeblendete Inspektor bei, der durch seine Hintergrundfarbe (hellblau) allerdings unnötig stark auffällt. Der Inspektor selbst ist aufgeteilt in verschiedene Register (Zeichen, Absätze), die wiederum selbst noch einmal unterteilt sind. Um einen Text zu zentrieren, sind zum Beispiel mindestens zwei Klicks erforderlich. Die Tastaturkürzel beschränken sich auf einige wenige Funktionen, der Rest ist nur per Maus erreichbar.
Der Inhalt des Inspektors überrascht nicht: Einige Funktionen, die bei Bean nur über die Fonts-Palette erreichbar sind (Schatten), haben bei Pagehand ihren eigenen Platz. Wer wenig Platz auf dem Bildschirm hat, wird zu schätzen wissen, dass neue Texte als Tabs geöffnet werden. Trennen lassen sich die Texte durch das Herausziehen eines Tabs. Verwirrend sind die Symbole in der Werkzeugleiste, denn diese fungieren nur als Schalter. Beim Markieren und Benennen von Bereichen machen die Symbole gar zwei Menüs und einem Eingabefeld Platz.
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