gut (4.5)
Mac OS X 10.4
Sound- und Grafikprogramme sind viel zu penibel – kaum wird die Datei dem jeweils anderen Programm vorgelegt, wird die Annahme verweigert. Dabei ist es doch Aufgabe des Mac, jeden Wunsch zu erfüllen, warum also keine Sounddatei mit Photoshop bearbeiten? Was so abwegig klingt, ist genau das, was Photosounder macht. Photosounder generiert aus Fotos Klänge und aus Klängen Bilder. Das bei letzteren kein Garten im Sonnenschein und bei ersteren kein Beethoven herauskommt, ist klar.
Das Programm richtet sich an Elektro-Musiker mit Hang zum Experimentieren, denn die Umwandlung eines Sounds in eine Grafik ist erst der erste Schritt: Sie kann mit jeder Bildbearbeitung verändert und dann wieder an Photosounder geschickt werden. Das Programm selbst bietet einige Regler zum Verändern des Klangs und der Grafik an. Will man Photosounder mit einer Datei füttern, sollte diese als WAV, FLAC, Ogg oder AIFF vorliegen. Ein Test mit einem ganz normalen Foto ergab einen Klang, der irgendwo zwischen dem Star-Trek-Transporter und einem Theremin lag. Photosounder bietet auch selbst Malwerkzeuge an, mit denen Klangmanipulationen gleich in der Anwendung vorgenommen werden können.
Fazit
In Photosounder muss viel Zeit investiert werden, um an brauchbare Ergebnisse zu kommen. Klangtüftler werden sich aber über das originelle Konzept und die Möglichkeit, Bildbearbeitungen zur Sounderzeugung zu nutzen, freuen.
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