ausreichend (3.0)
Mac OS X 10.5
Apple hat es bei iPhoto 09 leider verpasst, die Verwaltung von Videoclips zu überarbeiten. Eine Lücke, die Clipstart nur zu gerne füllt. Videokameras wie die Flip Video Mino sind ein Phänomen: Auf das Nötigste reduziert, bieten sie nicht viel mehr als einen Aufnahmeknopf und Zoom. Doch das reicht für Videoblogs oder spontanes Filmen. Und die Kameras sind klein genug, um in jede Handtasche zu passen. Auch das iPhone 3GS zählt zu diesen Kameras und die Verbreitung des Mobiltelefons sowie die Online- Anbindung werden dafür sorgen, dass Millionen weitere Clips auf YouTube landen. Für eben diese Clips – und nicht etwa Final-Cut-Projekte – ist Clipstart gedacht. Clipstart verwaltet große Mengen an Clips und mutet wie eine reduzierte Version von iPhoto an.
Als einzig automatisch arbeitendes Sortierkriterium gibt es das Jahr. Die Stichwörter müssen vom Anwender eingegeben werden, das Programm listet sie dann auf der linken Fensterseite auf. Leider ist es nicht möglich, mehreren Clips auf einmal ein Stichwort zu geben, was die Eingabe insgesamt etwas mühsam macht. Ähnlich wie Fotos in iPhoto lassen sich Videos markieren. Die Bearbeitungsfunktionen entsprechen denen des iPhone: Ein Kürzen am Anfang und Ende des Clips („Trimming“) ist möglich, mehr nicht. Überraschend ist, dass ausgerechnet der Flickr-Upload einen prominenten Platz im Hauptfenster bekommen hat. Zwar erlaubt Flickr das Hochladen kurzer Clips, wird aber kaum wegen diesen besucht. Zum Glück unterstützt das Programm auch die auf Videos spezialisierten Websites Vimeo und YouTube.
Fazit
Im Prinzip ist Clipstart eine feine Sache, aber nicht zu dem Preis. Denn die Zielgruppe hat als Alternative das Hochladen direkt vom Mobiltelefon (iPhone 3GS) oder die Nutzung von iMovie zur Verfügung. Insbesondere das Vergeben von Stichwörtern ist in Clipstart zeitaufwändig.
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