mangelhaft (1.5)
Mac OS X 10.4
Ein altmodisches Programm zum Gestalten von Webseiten erkennt man schon daran, dass in den Beispielseiten nur von Netscape und Microsoft die Rede ist. Das Copyright datiert PageSpinner bis auf das Jahr 1995 zurück – die aktuelle Version verlangt nach dem nicht ganz so alten OS X 10.4.
In PageSpinner selbst wird lediglich am Quelltext geschraubt, in den Assistenten lässt sich aber zumindest das ungefähre Aussehen zusammenklicken. Vorlagen ähnlich Sandvox sind dies allerdings nicht, eher HTML-Gerippe, beispielsweise für Framesets.
Die Füllung übernimmt dann der HTMLEditor: Dieser interpretiert einige Tags (TITLE, H1-H6) und zeigt sie entsprechend hervorgehoben oder vergrößert an. Eine echte Vorschau kann dies natürlich nicht ersetzen – dazu nutzt PageSpinner Web- Kit, startet aber extra eine Hilfsanwendung namens PageViewer. Es wäre aber sicher sinnvoller, PageSpinner würde das Editorfenster teilen und die Vorschau direkt einbetten. Überhaupt zeigt das Programm wenig Scheu davor, den Bildschirm mit kleinen Fenstern einzudecken, die nur wenig Funktionalität bieten. Das JavaScript- Fenster bietet zum Beispiel lediglich kleine Codeschnippsel, im Textmenü lässt sich jede Art der Hervorhebung auswählen und für fast alle Tags gibt es ein eigenes Bearbeitungsfenster. Dafür fehlt eine Projektverwaltung.
Fazit
PageSpinner ist überfrachtet und macht den Eindruck, als habe sich das Programm mit letzter Kraft in die OS-X-Zeit hinübergerettet. Da lohnt sich der Aufpreis für einen modernen Editor wie Coda.
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