gut (4.5)
Mac OS X 10.4, Universal Binary
Eines der wohl außergewöhnlichsten Geräte der Videospielgeschichte: das Vectrex. Die Konsole wurde im Jahr 1982 eingeführt und hob sich durch einen eingebauten Hochkantbildschirm, der als Vektorbildschirm verwendet wurde, von der Konkurrenz ab. Als einzige Konsole eignete sie sich daher für Vektorgrafikspiele, aber damit wollten sich die Entwickler der Konsole nicht zufrieden geben und stellten einen Lichtgriffel (Light pen) und die erste Konsolen-3D-Brille vor, den heute seltenen 3D Imager.
Diese Konsole bildet ParaJVE nach und da Entwickler Smith Engineering Mitte der 90er alle Vectrex-Spiele für die nichtkommerzielle Verwendung freigegeben hat, stehen alle Vectrex-Spiele im Startmenü zur Verfügung. Ebenfalls vorhanden sind die Handbücher und die Overlays zu den Spielen. Overlays wurden vor dem Bildschirm befestigt, um einen Eindruck von Farbe zu vermitteln. Gesteuert wird mit der Tastatur oder Gamepad, die Belegung kann in den Steuerungsoptionen angepasst werden. Der Emulator läuft entweder im Fenster oder Vollbildmodus, im „Display“-Menü besteht die Möglichkeit, die Darstellung in 90-Grad-Schritten zu drehen.
ParaJVE ist komplett in Java geschrieben und wird wie ein normales Mac-Programm gestartet. Wenn das entsprechende Gamepad auch vom Mac erkannt wird, lässt es sich auch im Emulator nutzen – bei Spielen, die den Light Pen einsetzen, wird dieser durch die Maus ersetzt. Der 3D Imager wird hingegen noch nicht unterstützt. Die Kompatibilität mit den restlichen Spielen ist hoch, selbst neuere Spiele von Heimentwicklern laufen.
Fazit
Konkurrent Vecx ist etwas fixer, aber da ParaJVE Gamepads von Haus aus unterstützt und zudem das Suchen nach den Vectrex-Spielen erspart, liegt es im Direktvergleich vorne.
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