O2Em hat nichts mit dem bekannten Mobilfunkanbieter zu tun, aber dafür mit Intel. Letzteres Unternehmen war 1978 mit Sicherheit froh, dass sich mit Magnavox/Philips ein Abnehmer für den Intel 8048 fand. Damals war „Intel inside“ noch nicht erfunden und so brachte Philips das System ohne Plastik-Sticker auf den Markt – mit einer Auflösung von 128x64 in acht Farben und 196 Byte RAM war es durchaus fortschrittlich.
Der Emulator O2Em ist ein weiteres Produkt aus Richard Bannisters Portierungsschmiede. Das bedeutet auch, dass für erweiterte Funktionen wie etwa die Vollbilddarstellung die Erweiterung Emulation Enhancer benötigt wird. Ein Skalieren ist aber auch so notwendig, denn in der Systemauflösung schrumpfen die Grafiken auf Briefmarkengröße.
Der Emulator ist zu allen Spielen für das Odyssey 2 und das Philips G7400 kompatibel, die Grafik ist, verständlicherweise, eher bescheiden – Odyssey 2 und G7000 galten gegenüber dem Atari VCS2600 als technisch unterlegen.
Wie bei den Bannister-Portierungen üblich, lassen sich grafische Filter auf die Videoausgabe anwenden, beispielsweise ein Weichzeichner. Aufgrund der einfachen Technik der emulierten Konsolen läuft O2Em auch auf langsameren Macs in Originalgeschwindigkeit.
Fazit
Gelungener Emulator des alten Videospielsystems – das System selbst ist aber nur für hartgesottene Nostalgiker empfehlenswert, denn Spiele-Perlen sind rar.
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