gut (4.5)
keine
Der Automatenhersteller Sega erlitt mit seiner „Master System“-Konsole gegen Nintendos NES eine schmerzhafte Niederlage, aber machte es mit dem Mega Drive (in den USA: Genesis) besser. Die erste 16-Bit-Konsole, die diesen Namen auch verdiente, wurde, ähnlich wie die PlayStation heute, mit einem Erwachsenen-Image beworben.
Genesis Plus ahmt Segas erfolgreichste Konsole nach. Dabei geht der Emulator sehr genau vor, was sich auch in den Systemanforderungen niederschlägt – aufwändige Spiele brauchen schon mehr als 1 GHz, um flüssig zu laufen.
In den Einstellungen kann das virtuelle Mega Drive an die Rechenleistung des Computers angepasst werden. Wer von Letzterer genug zur Verfügung hat, kann sogar Software-Effekte aktivieren, um die in der Vergrößerung etwas pixeligen Grafiken vom Emulator per Weichzeichner behandeln zu lassen. Das Fenster von Genesis Plus lässt sich skalieren, aber für Funktionen wie Vollbildmodus und USB-Joysticks und -pads wird der Emulator Enhancer benötigt – und der ist Shareware. Nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung steuern sich die Spiele aber auch per Tastatur sehr gut.
Vollständig emuliert wird auch der Sound und das später für die Konsole veröffentlichte Joypad mit sechs Feuerknöpfen.
Fazit
Es könnte kritisiert werden, dass bei Genesis Plus für Funktionen wie Vollbildmodus bezahlt werden muss, die auf anderen Systemen kostenlos sind – aber Richard Bannister hat das Geld durchaus verdient: Ohne seine Portierungen gäbe es 25 Emulatoren weniger für den Mac.
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