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Mac OS X 10.6
Eine Kooperation zwischen Artis Software und Iconfactory – da kann fast nur eine schicke Grafiksoftware herauskommen, und genau dies ist bei Flare auch der Fall. Flare könnte für die Umsetzung einer iOS-App gehalten werden, ist es doch relativ spezialisiert. Tatsächlich ist Flare aber eine reine Mac-Anwendung.
Flare ist spezialisiert auf Bildeffekte und bietet diverse Presets an, vordefinierte Effekte, die mit einem Mausklick auf ein Foto angewendet werden können. Bei diesen Presets muss es aber nicht bleiben, denn im Bereich „Edit“ kann aus verschiedenen Zutaten ein neuer Effekt zusammengestellt und als Preset gesichert werden. Zu den Zutaten zählen unter anderem Objektiv-Verzerrung, S/W, Vignettierung, Bewegungsunschärfe, Rahmen, Scanlines, Skalierung und der Holga-typische Light-Leak-Effekt. Hinter einigen Filtern, beispielsweise den Rahmen und Light Leak, stecken vorgefertigte Grafiken, was deren Flexibilität etwas einschränkt. Allerdings kann das Aussehen mit Überblendmodi und Masken modifiziert werden. Bei der Auswahl der Überblendmodi zeigt Flare für jeden Modus ein Vorschaubild an, die Reihenfolge der Filter hat natürlich auch Auswirkungen auf das Endergebnis. Schnappschüsse lassen sich von den Fotos zur späteren Wiederverwertung anlegen. Weitere Presets gibt es auf der Website der Entwickler.
Optisch sieht Flare wie erwartet edel aus, auch wenn etwas zu viel Freiraum um das Foto gelassen wird und eine Option zum Ausschalten der Überblendungen und Animationen vorhanden sein sollte. Die Filter tendieren zum Teil deutlich zu Toycameras (Holga, Lomo), wer nur ein paar Bildmakel korrigieren möchte, ist bei Flare nicht gut aufgehoben, auch wenn Standardfunktionen wie Belichtung, Sättigung und Kontrast vorhanden sind. Es ist mit CameraBag Desktop zu vergleichen, aber deutlich flexibler einsetzbar.
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