ausreichend (2.5)
Zentimeterdick aufgetragenes Make-up soll der Vergangenheit angehören: Look Sweet verspricht weniger Falten, einen glatten Teint und weitere Wunderdinge per Software. Wäre „Dollar pro Byte“ ein Bewertungskriterium, hätten es die Plug-Ins von Patrick Sheffield alias Sheffield Softworks schwer: Nur wenige KB belegen sie auf der Festplatte und dürften damit diejenigen Videofilmer erfreuen, die jedes Byte für Verschwendung halten, welches nicht zum Clip gehört. Look Sweet ist ein Plug-in-Trio, das aus den drei Programmen Mr. Fixit, Vibrance+ und Glamour besteht.
Die dahinter stehenden Filter lassen sich gemeinsam oder getrennt verwenden und eignen sich sowohl für Landschafts- als auch Personenaufnahmen. Mr. Fixit stellt Kontrollen für die dunklen und hellen Bereiche bereit. Was der Entwickler als „HDR-Technik“ bezeichnet, erlaubt dem Videofilmer nachträglich gezielt, die dunklen Bereiche aufzuhellen, um ein paar Details zu betonen. Gleiches gilt für die hellen Bereiche. Da aber im Gegensatz zu einem HDR-Foto nicht mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen der selben Szene in den zu bearbeitenden Videos vorliegen, kann Mr. Fixit nichts aus dem Bild herausholen, was nicht ohnehin schon vorhanden wäre. Am Chroma-Wert wird in Vibrance+ gedreht, welchem das Plus zwei zusätzlichen Modi verdankt: Pastel und Enhance. Vibrance zeigt vor allem dann Wirkung, wenn nicht Pastel- oder dunkle Farbtöne dominieren. Mr. Fixit sorgt für Details, Vibrance für Strahlkraft, fehlt nur noch das Puder: Glamour. Glamour verleiht vor allem Hauttönen einen wärmeren Teint. Mit dem Multiplikator-Regler lässt sich der Effekt noch verstärken.
Fazit
Alle drei Filter zeigen eher eine subtile Wirkung. Es fällt somit schwer, mit ihnen Videomaterial zu ruinieren. Andererseits kann das, was sie leisten, auch mit den Bordmitteln von Final Cut Studio erreicht werden und Look Sweet eignet sich nicht für jedes leicht fad aussehende Video-Material.
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