VOM SERIENPRODUKT ZUR BASTELSCHACHTEL

Apple TV im Praxistest

Mac Life 10.2007 - von Marvin Tschechne
Apple TV
Bewertung:
befriedigend (4.0)
Preis: 299 Euro
Hersteller: Apple
Alternative: Mvix Hi Definition Media Center
bringt iTunes ins Wohnzimmer
kein TV-Empfänger
Bereits kurze Zeit nach Auslieferung der ersten Exemplare stürzten sich Hackern und Bastlern auf Apple TV, um die Set-Top-Box zu modifizieren wie kaum ein anderes Apple-Produkt zuvor. Aber lohnt sich die Anschaffung des Gerätes nur, wenn man den Leistungsumfang eigenhändig erweitert, oder ist der optische Bruder des Mac mini sein Geld auch so wert?

Nach der Auslieferung der ersten Apple-TV-Geräte in Europa und den USA dauerte es nur wenige Stunden, bis findige Tüftler und Bastler es schafften, das Betriebssystem der Set-Top-Box aus Cupertino zu identifizieren und zu hacken, größere Festplatten einzubauen, den zu „Wartungszwecken“ vorhandenen USB-Port für den Anschluss von Maus und Tastatur nutzbar zu machen und weitere Modifikation vorzunehmen. Sie konnte einem schon fast leidtun, die kleine Kiste. Anfängliche Kritiker der Set-Top-Box änderten im Zuge dieser Entwicklung ihre Meinung und sind nun begeistert von Apple TV. Nach dem Motto: Die neuen Möglichkeiten machen die flache Box zum günstigsten Mac überhaupt, zumindest aber zu einem wirklich brauchbaren Mediencenter. Apple macht es potenziellen Bastlern allerdings auch recht einfach, an das Innenleben des Gerätes zu gelangen.

Entfernt man die Gummibeschichtung an der Unterseite des Gerätes, so versperren vier, respektive acht Torx-Schrauben den Weg zum Herzen der Set-Top-Box. Entfernen die äußeren vier Schrauben die Unterseite des AppleTV vom Gehäuse, so lösen die inneren vier Schrauben die Festplatte des Gerätes, welche am Boden befestigt ist. Zunächst einmal sollte man aber „die Kirche im Dorf lassen“ und diejenigen Anwender nicht aus den Augen verlieren, die Apple TV einfach nur auspacken, anschließen und nutzen möchten, ohne Zeit, Wissen und Geld zu investieren, um aus Apple TV ein Multitalent zu machen. Was genau leistet Apple TV also „out of the box“? Natürlich werden wir im Folgenden aber auch einen Blick auf die zukünftige Entwicklung der Set-Top-Box werfen und den derzeitigen Stand der Apple-TV-Hacks unter die Lupe nehmen.

Ausgepackt und angeschlossen
Hat man Apple TV einmal aus der schick-kompakten blauschwarzen Verpackung geschält, so kann die Set-Top-Box zunächst noch gar nichts leisten, denn Anschlusskabel für die Verbindung zu einem Fernsehgerät sucht man vergeblich. Komponenten- oder HDMI-Kabel müssen also zusätzlich geordert werden. Entsprechende Angebote von XtremeMac zum Beispiel schlagen im Apple Store jeweils mit rund 25 Euro zu Buche. Möchte man Apple TV mit einem Display verbinden, das über einen DVI-Eingang verfügt, so lässt sich auch ein HDMI-auf-DVI-Kabel erwerben. Im Lieferumfang des Apple TV sind neben der üblichen mehrsprachigen Dokumentation lediglich die bekannte Apple-Remote-Fernbedienung und ein Netzkabel enthalten. Apple TV kann theoretisch auch an einen Röhrenfernseher angeschlossen werden, sofern dieser einen Komponenten-Videoeingang besitzt, was bei einigen neueren Geräten der Fall ist.

Leider stand uns im Test kein entsprechendes Röhren-TV-Gerät zur Verfügung, im Menü eines unseres Apple TV lässt sich allerdings explizit die Auflösung 576i anwählen, also die PAL-Norm, deren Bildformat auch 4:3 betragen kann. Auch US-amerikanische Anwender berichten zum Beispiel unter http://tinyurl.com/2z8hk3, dass der Anschluss eines Apple TV an ein Röhrengerät mit Komponenten-Videoport unproblematisch ist. Über die Auswahl der Auflösung 480i konnte Apple TV hier an einem 4:3-Gerät genutzt werden, ohne dass das Bild gedehnt und damit unbrauchbar wurde. Apples Spezifikationen für mit Apple TV kompatible Fernsehgeräte können also etwas erweitert werden: Ein Widescreen- oder Flachbildfernseher ist nicht zwangsläufig Voraussetzung für den Betrieb der Box, und einige Röhren-TV-Besitzer können ebenfalls in den Genuss des Gerätes kommen. Besitzer von TV-Geräten, die ausschließlich über Scart- oder Composite-Video-Anschlüsse verfügen (gelber Stecker für das Videosignal/roter und weißer Stecker für das Stereoton-Signal), dürften Probleme mit Apple TV bekommen. Ein Anschluss ist lediglich über einen recht kostenintensiven Videokonverter möglich, der das von Apple TV ausgegebene Videosignal umwandelt.

Beim Anschluss des Apple TV an das Stromnetz bemerkt der Anwender eine wenig positive Eigenschaft der Set-Top-Box. Ein- und Ausschalten lässt sich das Gerät nicht. Das Fehlen dieser Möglichkeit hat einen hohen Stromverbrauch zur Folge. Zwar kann man Apple TV per Fernbedienung in einen Schlummermodus versetzen, in dem das Bild abgeschaltet wird, positive Auswirkungen auf den Stromverbrauch lassen sich jedoch kaum feststellen. In diesem Stand-By-Modus messen wir einen Verbrauch von rund 17 Watt. Ein Mac mini ist im Vergleich dazu mit halb soviel Strom im Ruhezustand zufrieden, und der lässt sich sogar ganz ausschalten. Wer Strom sparen will, muss den Stecker ziehen, was der Elektronik von Apple TV nicht unbedingt zuträglich ist. Außerdem bootet der Kasten mit dem Apfel-Logo natürlich jedes mal neu, wenn er wieder mit dem Stromnetz verbunden wird, was bei ungeduldigen Zeitgenossen zu Nägelkauen und einem nervösen Trommeln mit den Fingern auf der Tischplatte führen kann. Wobei wir nicht verschweigen wollen, dass die Startanimation von Apple TV nett anzuschauen ist.

Auch die Wärmeentwicklung eines Apple TV ist im Schlummermodus noch recht ordentlich, was ebenfalls auf einen hohen Stromverbrauch hindeutet. Zwar ist das Handauflegen kein Problem, mollig warm bleibt die Oberseite des Apple TV dennoch. Dies hat allerdings auch damit zu tun, dass Apple TV diese Fläche nutzt, um die entstehende Wärme von der CPU abzuleiten. Der Tipp, Wärmeentwicklung und Stromverbrauch der Set-Top-Box zu reduzieren, indem man Inhalte lediglich streamt und nicht synchronisiert, um so die Festplatte eines Apple TV weniger arbeiten zu lassen, ist natürlich zwiespältig zu betrachten: In diesem Fall ist nämlich ein eingeschalteter Computer notwendig, der ebenfalls Strom verbraucht.

Die grundlegende Konfiguration von Apple TV geht flugs vonstatten. Die Set-Top-Box lässt sich entweder per 10/100BASE-T Ethernet oder schnellem und abwärtskompatiblen 802.11n- WLAN-Standard in ein vorhandenes Netzwerk einbinden. Entscheidet man sich für die drahtlose Verbindung, so setzt dies einen WLAN-Router voraus. Für unseren Test steht uns eine aktuelle AirPort-Extreme-Basisstation zur Verfügung. Neben Komponentenvideo- und HDMI-Schnittstelle verfügt Apple TV außerdem über analoge und optisch-digitale Audioanschlüsse. Warum Apple den vorhandenen USB-2.0-Port explizit als Schnittstelle aufführt, bleibt ein Rätsel, soll er nach dem Willen von Cupertino für den Anwender doch keine direkte Bedeutung haben. Tastatur, iPod, Maus oder externe Festplatte lassen sich nicht über diesen Anschluss mit Apple TV verwenden. Jedenfalls nicht, ohne vorher gewisse Modifikationen an dem Gerät vorgenommen zu haben.

Senden und Synchronisieren
In unserem ersten Setup verbinden wir Apple TV mit einem iMac Core Duo 2,0 GHz über eine AirPort-Extreme-Basisstation. Da der iMac nicht den aktuellen 802.11n-WLAN-Standard unterstützt, nehmen wir mit einer theoretischen Übertragungsgeschwindigkeit von 54 Megabit pro Sekunde nach dem Funkstandard „g“ vorlieb. Unter dem Menüpunkt „Quellen“ der Benutzeroberfläche eines Apple TV erhält man einen fünfstelligen Zahlencode für denjenigen Rechner, dessen iTunes-Inhalte man mit dem Apple TV synchronisieren möchte. Die eigentliche Synchronisation erfolgt über das iTunes des „Quellen“-Rechners. Hier erscheint ein im Netzwerk vorhandenes Apple TV in der linken Seitenleiste von iTunes, analog zu einem angeschlossenen iPod.

Beim erstmaligen Verbinden mit Apple TV wird der Anwender über iTunes aufgefordert, besagten Zahlencode einzugeben und anschließend das Apple TV zu benennen. Natürlich kann Apple TV bei Bedarf auch über das Internet registriert werden. Anschließend lässt sich per iTunes festlegen, welche Inhalte der eigenen Bibliothek auf die in der Realität lediglich rund 33 GB fassende Festplatte der Set-Top-Box übertragen werden sollen. Ebenfalls analog zum Zusammenspiel von iPod und iTunes lassen sich Filme, Fernsehsendungen und Podcasts zum Beispiel auch nach bestimmten Verhaltensmustern synchronisieren. So besteht unter anderem die Möglichkeit, stets die fünf oder zehn neuesten oder einfach alle als ungesehen markierten Sendungen, Filme oder Podcasts abzugleichen. Fotos können auf der Festplatte von Apple TV gespeichert, aber nicht über das Gerät gestreamt werden.

Apple TV erlaubt es einem einzigen Rechner, Inhalte auf die Festplatte des Mediencenters zu übertragen. Fünf weiteren Rechnern ist es gestattet, Inhalte zur Box zu senden. Die Freigabe weiterer iTunes-Bibliotheken, die Inhalte zu Apple TV streamen dürfen, erfolgt ebenfalls über fünfstellige Zahlencodes. Wählt man eine neue iTunes-Bibliothek aus, deren Inhalte mit Apple TV synchronisiert werden sollen, so werden alle alten Daten auf der Festplatte der Set-Top-Box gelöscht. Das Senden im iTunes Store gekaufter Musikvideos mit der Standardauflösung von 640 x 480 Bildpunkten von unserem iMac auf Apple TV war im Funknetzwerk nach 802.11g-Standard problemlos möglich. Die Videos wurden ruckelfrei und ohne Aussetzer wiedergegeben. Gleiches gilt für die Wiedergabe von QuickTime-Trailern über Apples Internetseite. Eine Folge der Fernsehserie „Lost“, die wir mit EyeTV als MPEG-4 mit einer Auflösung von 640 x 480 für den iPod exportiert hatten, konnte ebenfalls in guter Qualität über Apple TV wiedergegeben werden, auch wenn die Darstellung wieder auf eine Auflösung von 720p „aufgeblasen“ wurde.

Im Test konnten wir außerdem beobachten, dass Apple TV, zumindest in unserem Fall, in einem 802.11g-Netzwerk auch kein Problem mit gestreamten HD-Material hatte, was wir anhand des hochauflösenden Videopodcasts der Washington Post feststellen konnten. Auch nach mehr als zwanzig Minuten kam es zu keinerlei Unterbrechungen durch den Zwischenspeicher. Dies kann unter weniger optimalen Empfangsbedingungen allerdings auch anders aussehen, so dass Apples Empfehlung für 802.11n-Netzwerk nicht von der Hand zu weisen ist. Prinzipiell kommen wir jedoch zu dem Ergebnis, dass ein Funknetzwerk nach 802.11g-Standard für den drahtlosen Betrieb von Apple TV ausreichend ist.

Grenzenlose Möglichkeiten?
Die Möglichkeiten eines Apple TV sind von Haus aus relativ limitiert. Apple selbst gibt als Faustregel an, dass Videoinhalte, die in Formaten vorliegen, die der iPod abspielt, auch von einem Apple TV wiedergegeben werden können. Im Klartext heißt dies, Apple TV unterstützt H.264 und MPEG-4 bis zu bestimmten Bitraten, der DivX-Codec zum Beispiel ist Tabu. Auch DVDs, die in der Regel im Format MPEG-2 vorliegen, lassen sich vom Mac oder PC nicht „mal eben so“ über Apple TV auf den Fernseher streamen. Gleiches gilt für Fernsehsendungen, die mit EyeTV aufgenommen wurden. Um derartige Videoinhalte auf Apple TV zu bringen, muss man ein Konvertierungsprogramm bemühen, das am besten gleich direkte Exportfunktionen für den iPod oder Apple TV bietet, wie zum Beispiel Apples kostenpflichtiges QuickTime Pro oder das kostenlose Tool iSquint und dessen großer Bruder VisualHub oder EyeTV selbst.

In Zukunft werden die Möglichkeiten eines Apple TV allerdings weniger beschränkt sein: Zwei US-amerikanischen Hackern gelang es bereits kurze Zeit nach Veröffentlichung des Gerätes, die Set-Top-Box zum Wiedergabe-Allrounder zu machen, in dem sie das QuickTime Plug-In Perian auf der Festplatte des Apple TV installierten. Hierzu muss der Massenspeicher ausgebaut und an einem Mac angeschlossen werden. Während der Ausbau der Festplatte sich nicht allzu schwierig gestaltet, dürfte die weitere Vorgehensweise der Hacker weniger versierte Nachahmer zunächst vor Probleme stellen, da hier einige Programmierkenntnisse gefordert sind. Unter http://tinyurl.com/yow4tq hat die Belegschaft von www.engadget.com allerdings bereits ein einfacher nachvollziehbares Tutorial zur Erweiterung der Wiedergabemöglichkeiten eines Apple TV veröffentlicht.

Die eifrige Hacker-Gemeinde hat die Möglichkeiten des Apple TV bei Redaktionsschluss jedoch noch weitaus tiefer ausgeschöpft. Auf Internetseiten wie www.appletvhacks.net und http://awkwardtv.org finden sich bereits einige positive Ergebnisse zur Installation von Linux oder Asterisk auf dem Apple TV. Auch der USB-Port der Set-Top-Box wurde bereits für die Verwendung von Maus und Tastatur nutzbar gemacht. Über das weltweite Hacker-Wettrennen um Apple TV wurde mittlerweile auch in einigen Massenmedien berichtet.
Derzeit sind die meisten softwareseitigen Apple-TV-Hacks für Laien nur schwer am eigenen Gerät nachzuvollziehen, da es stets gilt, mit den Unix-Befehlszeilen des Betriebssystems zu arbeiten. Zumindest aber sind die Öffnung der Set-Top-Box, der Ausbau der Festplatte und damit das Erlöschen der Garantie Bestandteile des Prozedere. In Zukunft könnte sich dies allerdings ändern, das es ein erklärtes Ziel der Hacker ist, Patches für Apple TV zum Download anzubieten, die sich einfach über einen USB-Stick auf der Set-Top-Box installieren lassen.

Zum Redaktionsschluss ist im Internet eine Prämie von 1000 US-Dollar für denjenigen ausgesetzt, der es ermöglicht, über einen Patch den USB-Anschluss für den Betrieb einer externen Festplatte nutzbar zu machen.
Und was sagt Apple dazu? Zurzeit hält sich Cupertino noch bedeckt, was die beschriebenen Hacker-Aktionen angeht. Juristische Schritte wurden nicht unternommen, was sich in den meisten Fällen allerdings auch als schwierig gestalten dürfte, da die findigen Bastler und Tüftler sehr darauf bedacht sind, keinerlei Urheberrechtsverletzungen vorzunehmen. Wie Apple sich in Zukunft verhalten wird, ist unklar. Klar hingegen scheint, dass die Set-Top-Box noch lange nicht am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen ist. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Apple selbst den Funktionsumfang der Set-Top-Box erweitern wird. Mac Life wird allerdings nicht auf Apples Reaktionen warten und in Zukunft in Anlehnung an die derzeitige Entwicklung rund um Apple TV selbst einige Schritt-für-Schritt-Tutorials für anbieten, mit deren Hilfe sich die Funktionen des Apple TV erweitern lassen.

Fazit
Apple TV ist bei allen Einschränkungen, die Apple der kleinen Set-Top-Box auferlegt hat, ein nettes Gerät, wenn man es einmal in Verwendung hat. Durch die Einschränkung der Funktionen für die Videowiedergabe erfordert es allerdings einigen Aufwand, Inhalte, die nicht im unterstützten Format vorliegen, für das Gerät verwendbar zu machen. Auch das Fehlen eines TV-Tuners ist zu bemängeln.
Die bisher von Experten erzielten Ergebnisse, den Funktionsumfang der Set-Top-Box zu erweitern, sind mehr als beachtlich, werden für den allgemeinen Anwender aber vermutlich erst interessant, wenn sie einfach reproduzierbar sind. Äußerst spannend ist die derzeitige Entwicklung allerdings allemal. Zurzeit kann das Gerät insgesamt nur als verbesserungsfähig betrachtet werden. Um das Ergebnis positiv nach oben zu korrigieren, müssten Erweiterungen von Apple selbst kommen. Der hohe Stromverbrauch durch das Fehlen einer Funktion zum Abschalten, ist aber ein klares Manko.

Apple TV 2.0?
Kurz vor Redaktionsschluss hat das US-amerikanische Patentamt ein von Apple am 10. Oktober 2005 eingereichtes Patent veröffentlicht. Die Ausführungen über ein „Multi-media center for computing systems“ könnten auf größere Erweiterungen in einer 2.0-Variante des Apple TV hindeuten. Grundsätzlich geht es bei dem Patent um eine Produkt, dass als Multimedia-Hub fungiert, so dass sich externe Module anschließen lassen. Denkbar sind hier zum Beispiel iPod, DVD-Player und andere Medienspieler. Alle Module sollen sich getrennt voneinander über eine zentrale Benutzeroberfläche des Multimedia-Hub steuern lassen. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, ob Apple im Erstfall die entsprechende Software Drittanbietern zur Verfügung stellen würde, damit diese kompatible Geräte für ein Apple TV 2.0 entwickeln könnten. Eventuell könnte sich dann sogar ein ähnliches Ökosystem wie um den iPod entwickeln.

Will Apple diesen Multimedia-Hub in die Tat umsetzen, so erscheint es logisch, das aktuelle Apple TV um die angestrebten Funktionen zu erweitern. Dies ist mit einigen Software-Updates und der Integration einiger neuer Anschlüsse machbar. Vielleicht steht also schon bald ein Update aus Cupertino ins Haus, das sich mit den bisherigen Anstrengungen der Hacker und Bastler ergänzt oder diese sogar hinfällig macht. Das von Apple eingereichte Patent ist unter http://tinyurl.com/323y2y einsehbar.

Alternative zu Apple TV
Eine Alternative zu Apple TV könnte für manchen Anwender das Hi Definition Media Center von Mvix sein. Das Gerät kann von Haus aus so ziemlich jedes Audio- und Videoformat (u. a. DivX, Xvid, WMV etc.) wiedergeben, besitzt allerdings keine Festplatte. Massenspeicher können jedoch eingebaut oder auch per USB extern angeschlossen werden. Der Mac- und PC-kompatible Netzwerkspieler schafft eine Auflösung von maximal 1920 x 1080p und besitzt neben DVI- und Komponenten- auch Composite- und S-Video-Anschlüsse. Eine Verwendung mit einem älteren Röhrenfernseher stellt also auch kein Problem dar. Mit einem HDMI-Anchluss kann der Linux-basierte Player allerdings nicht dienen. Erhältlich ist das Mediencenter für rund 300 US-Dollar unter anderem über www.thinkgeek.com.

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