befriedigend (3.5)
Seit etwa 18 Monaten ist Sandvox auf dem Markt. Karelia will mit dem Programm Anwender ansprechen, die eine eigene Homepage erstellen möchten, aber keine HTML- und CSS-Kenntnisse besitzen. Damit tritt Sandvox in direkte Konkurrenz zu Editoren wie iWeb und RapidWeaver.
Neue Designs
Sandvox wurde um sieben neue Designs erweitert. Diese sind sehr übersichtlich und klar, sie eignen sich größtenteils für geschäftliche Webauftritte. Lediglich Into The Blue kommt ein bisschen verspielt daher. Noch immer ist es nicht ohne weiteres möglich, ein fertiges Design farblich anzupassen. Die Design-Anbieter Blueball Designs und Sandvox Web Designs lösen das Problem, indem sie jede Vorlage in mehreren Farben anbieten. Dadurch wird die Auswahl aber immer unübersichtlicher. Ein weiterer Nachteil ist, dass bei fast jeder mit Sandvox erstellten Seite das verwendete Design erkannt wird – zu gering sind die Eingriffsmöglichkeiten, um einen individuellen Eindruck hinterlassen zu können.
Neue Pagelets
Die neue Version bietet einige neue Seitentypen und Pagelets. So lassen sich mit dem Sammlungsarchiv Blogs einfacher verwalten, es wird dann automatisch für jeden Monat ein eigenes Archiv erstellt. Das YouTube-Pagelet wird automatisch eingesetzt, wenn man eine YouTube-URL auf die Web-Seite zieht. Die Darstellung ist editierbar, so lassen sich Größe des Videos als auch die Rahmenfarbe anpassen. Wie von YouTube gewohnt ist es möglich nach dem Ablauf des Videos Empfehlungen mit ähnlichen Filmen anzeigen zu lassen. Viele Pagelets weisen kleinere Verbesserungen auf, so bietet das Kontaktformular- Pagelet jetzt die Möglichkeit eine Kopie an den Verfasser zu senden.
Schneller speichern und veröffentlichen
Karelia wechselt mit Version 1.5 das Dokumentenformat. Bislang wurden alle Dateien in einer einzigen Datei gespeichert. Nun verwendet Sandvox ebenfalls Dokumentenpakete, die sich im Finder mit dem Befehl „Paketinhalt anzeigen“ öffnen lassen. Nebenbei wurde das Speichern und Öffnen der Dokumente stark beschleunigt. Spürbar verbessert wurde auch das Veröffentlichen der Webseite. Auch hier ist Sandvox 1.5 deutlich schneller geworden.
Praxiseinsatz
Sandvox war nach einiger Einarbeitungszeit schnell und einfach zu bedienen. Allerdings wird die einfache Bedienung durch wenig Anpassungsmöglichkeiten des Designs erkauft. RapidWeaver und auch iWeb sind hier flexibler, so fällt in beiden Programmen die Anpassung der Hintergrundfarbe sehr leicht, in Sandvox ist das nicht möglich. Zudem stürzte das Programm zu häufi g ab. Positiv wirkt sich hierbei aus, dass Sandvox immer wieder automatisch den letzten Stand speichert und es bei einem unerwünschten Beenden des Programms nicht zu Datenverlust kommt.
Fazit
Sandvox bietet mit seinen Pagelets einen interessanten Ansatz, ist aber sowohl iWeb und RapidWeaver unterlegen. Karelia sollte im nächsten Update dringend Wert auf mehr Gestaltungsfreiheit legen und die Anpassung von Designs durch den Anwender ermöglichen. Das ist zwar in der Pro-Version möglich, allerdings muss dafür mit HTML- und CSS-Code gearbeitet werden. Und genau das wollen die meisten Anwender ja vermeiden.
Designs kaufen Wie auch bei anderen Programmen gibt es die Möglichkeit weitere Designs zu erwerben. Leider ist der Markt noch sehr überschaubar. Bislang bieten lediglich Blueball Design und Sandvox Webdesign, ein Ableger von Karelia, Vorlagen für Sandvox an. Die Themen von Blueball Design konnten wir uns genauer ansehen. Sie sind schlicht und elegant, bieten einen stilvollen Rahmen für Webinhalte ohne aufdringlich zu sein. Blueball Design bietet jedes Design in zwei Breiten (etwa 800 und 1000 Pixel) an, viele der Vorlagen liegen in unterschiedlichen Farben vor.www.sandvoxdesigns.blueballdesign.comwww.sandvoxwebdesigns.comANZEIGE



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