gut (5.0)
Auch wenn Puristen in der Regel der Fraktion der Flash-Hasser angehören, sind animierte Fotoalben und Banner gängige Praxis bei der Erstellung einer Internetpräsenz. Dazu braucht man in der Regel Adobe Flash, nicht gerade eines der preiswerteren Programme, dessen Funktionsumfang dazu gar nicht benötigt wird. Aquafadas bietet mit BannerZest eine vergleichsweise günstige Alternative, mit der sich in wenigen Minuten ansprechende Ergebnisse erzielen lassen.
Konzept
BannerZest ist sehr einfach zu erlernen. In einem ersten Schritt müssen die gewünschten Medien in Banner- Zest importiert werden. Anschließend wird ein Thema ausgewählt und angepasst. Abschließend kann dann das Projekt exportiert werden, der HTML-Code muss dann in die Webseite eingebunden werden. BannerZest gibt es in einer Standrad- und in einer Pro-Version, letztere soll eher professionelle Web-Designer ansprechen.
Import
Nach dem Programmstart öffnet Banner- Zest ein Fenster, in dem die Bilder abgelegt werden. Von Ordnern wird der vollständige Inhalt übertragen, die Bilder lassen sich auch direkt aus iPhoto oder einer anderen Fotoverwaltung mit der Maus in das Feld ziehen. Weitere Bilder können anschließend nur im Inspektor hinzugefügt werden. Nur die Pro-Version besitzt zudem einen Medienbrowser, mit dessen Hilfe die Bibliotheken von iPhoto, Aperture oder Lightroom durchforstet werden können.
Der Inspektor
Alle weiteren Schritte werden nach dem Import im Inspektor vorgenommen. Dieser ist in vier Bereiche unterteilt.
Medien
Die einzelnen Fotos lassen sich mit der Maus neu anordnen, falls die Reihenfolge nicht beibehalten werden soll. Titel und Untertitel können hier geändert werden, in der Pro-Version lässt sich eine URL angeben, auf die verlinkt werden soll. Dadurch lassen sich erzeugte Banner auch als Navigationsleiste einsetzen. Ein einfaches Beschneiden-Werkzeug ist ebenfalls vorhanden, so dass dafür kein externer Editor aufgerufen werden muss.
Themen
Aus der Themen-Liste kann eines der über zwanzig Themen ausgewählt werden. BannerZest bietet unterschiedlichste Formen, die wichtige Anwendungsgebiete abdecken. So sind platzsparende Themen für Navigationen vorhanden, wie Accordion (nur Pro). Es gibt ein Buch, mit dem sich realistisch wirkende Fotoalben erzeugen lassen, spaßig sind die Themen Explodieren oder Ballon. Für ambitionierte Pro-Anwender wird zurzeit ein SDK entwickelt, mit dem die Erstellung eigener Themen erleichtert werden soll.
Einstellungen
Hier kann die Erscheinungsform des Themas angepasst werden. Neben Größe und den Farbeinstellungen des Projekts sind die Animationsgeschwindigkeit der Übergänge und natürlich die Textstile zu finden. Die Parameter wurden gruppiert und sind so schnell aufzufinden. Wünschenswert wäre es, wenn die Einstellungen als Presets gespeichert werden könnten.
Export und Einbindung in einen Webeditor
Die fertige Animation lässt sich auf der Festplatte speichern oder mittels FTP- oder .Mac-Unterstützung direkt im Internet veröffentlichen. Zuvor lassen sich Bildqualität und Bildgröße anpassen. Die Pro-Version bietet zudem die Möglichkeit, die Bilder in einem Medienbetrachter (Greybox oder Lightbox) präsentieren zu können. BannerZest bietet fertigen HTML-Code in drei unterschiedlichen Varianten für Webeditor, Blog-Software und soziale Netzwerkdienste an – letztere ist frei von Javascript.
Fazit
BannerZest hält genau das, was es auch verspricht. Mit der Software lassen sich in wenigen Minuten ansprechende Banner und Fotoalben erzeugen. Der reduzierte Funktionsumfang hat zudem den Vorteil, dass die Einarbeitungszeit wegfällt. Vergleicht man den Preis mit Flash, so ist das Programm ein echtes Schnäppchen. Lediglich der unverhältnismäßige Aufschlag für die Pro-Version erscheint fragwürdig.
ANZEIGE



Artikel kommentieren