mangelhaft (1.0)
Mac OS X 10.4
Ja, so ist das mit den Ideen: Kaum hat man sie, sind sie auch schon wieder vergessen, man wird vom Baum erschlagen oder vom legendären Hamburger Schneeleoparden verspeist. Ohne Kreativität lebt es sich also gesünder, aber es gibt immer noch Wahnsinnige, die es trotzdem wagen. Und für diese Zielgruppe wurde MeshWrite entwickelt.
Natürlich hilft nichts der Kreativität mehr auf die Sprünge, als eine Benutzeroberfl äche, die möglichst viele gewohnte Standards in die Tonne tritt. Luxus-Funktionen wie Undo oder Suchen und Ersetzen sollten daher nicht erwartet werden. Dafür wird stilecht auf liniertem Papier mit variabler Zeilenhöhe geschrieben, umrahmt von einem stimmungsvollen Hintergrundbild. Letztere aus der längst im Marianengraben versenkt geglaubten Mottenkiste hervorgeholten Bilder zeigen beispielsweise bunte Galaxien und rote Rosen und lenken so zielsicher vom Elend des Editors ab. Dieser platziert die Einfügemarke durchaus mal zwei Zeilen zu tief und zerhackt beim Einfügen von Texten mit Umlauten selbige. Doch nicht nur in dem schmalen Bereich darf geschrieben werden: Der breite Rahmen steht für Notizen zur Verfügung. Diese verwenden einen viel zu großen Schriftsatz. Der lässt sich zwar ändern, aber nur über eine langsam arbeitende, programmeigene Schriftauswahl, die ebenfalls unter Sonderzeichenallergie leidet und leider auch die Schrift nicht kleiner zaubert.
Fazit
MeshWrite ist eines der wenigen Programme, bei denen die häufi gen Abstürze sich nicht negativ auf die Wertung auswirken – kein Wunder, gelingt dies doch schon den übrigen Funktionen spielend.
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