ausreichend (3.0)
Mac OS X 10.5
Hals- und Rachenschmerzen und diverse Krankheiten mit erhöhter Röchelgarantie verbreiten sich seit einiger Zeit speziell unter angehenden Podcastern. Der Freundeskreis zeigt sich mitunter sehr erfi nderisch, um nicht vor das Mikrofon gezerrt zu werden, und wer auf Nummer sicher gehen will, übt sich in Brief-Recycling, tauscht „Wehrdienst“ durch „Podcast“ aus und verweigert den Dienst am Mikro aus Gewissensgründen und mit Verweis auf Kurt Tucholsky.
Über die Massenverweigerung freuen sich alle, denen es in Textcast garantiert nie die Sprache verschlagen wird.
Textcast ist ein einfacher RSS-Feedreader mit der Möglichkeit, Audiopodcasts zu generieren. Es nutzt die Sprachausgabe von Mac OS X, um eine Audiodatei zu erstellen, in welcher die gewünschten Texte vorgelesen werden. Wer das zweifelhafte Vergnügen hatte, den Mac schon mal sprechen zu hören, wird aber auch wissen, dass nur englischsprachige Texte von annehmbarer Qualität sind, außer man installiert eine der kostenpfl ichtigen deutschen Systemstimmen.
Das Programm nimmt sich bei der Generierung der Audiodateien immer alle Texte aus allen Feeds vor. Deshalb kann die Erstellung eine ganze Zeit dauern. In iTunes erscheinen sie tatsächlich in der Podcast-Rubrik, auch wenn es nett wäre, wenn in der Beschreibung zumindest ein Ausschnitt des Ursprungstexts verwendet werden würde.
Fazit
Zwar ist Textcast jedem Podcast an Aktualität überlegen, aber die Computerstimmen wird sich wohl niemand auf längere Zeit antun wollen. Lieber etwas Geduld haben, einen echten Podcast hören oder vielleicht doch selbst lesen – die Ohren werden es danken.
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