gut (4.5)
Mac OS X, Universal Binary
Irgendwas fehlt an Songs in iTunes immer: Cover, Albumname, Untertitel für Nuschelsänger oder die Gesangsbegleitung durch die Mac-Sprachausgabe. Bei letzteren Problemen kann das Duo von Equinux nicht helfen, bei ersteren schon.
iTunes ist ein Programm, welches sich zur Sortierung der Lieder auf die Metadaten stützt. Dies gilt umso mehr, wenn auch noch intelligente Wiedergabelisten verwendet werden. Nun wird kaum jemand die eigene Musiksammlung komplett im iTunes Store zusammengekauft haben, und selbst wenn: Auch Apple ist sich manchmal nicht ganz sicher, was in welcher Schreibweise in die Metadaten kommen soll.
Cover
Apple liebt Cover Flow, aber Cover Flow ist wenig sinnvoll, wenn alle Titelbilder gleich sind. iTunes kann zwar fehlende Cover nachladen, aber zapft nur eine Quelle an, den iTunes Store. CoverScout nutzt hingegen mehrere Quellen, und weitere lassen sich einfach hinzufügen, denn letztlich wird nur nach Grafi ken im Web gesucht, die dann nach Eignung sortiert werden – die abschließende Auswahl obliegt dem Anwender.
In der Albenliste auf der rechten Fensterseite ist schnell ersichtlich, welchen Alben ein Cover fehlt, denn bei Vorhandensein wird es vor dem Interpreten angezeigt. Über die Liste kann das Album entweder direkt angesprungen oder per Cover Flow gesucht werden. Einfacher ist es, wenn die Anzeige auf Alben ohne Cover beschränkt wird.
Wenn es dem Cover schlicht an optischer Perfektion fehlt, hilft vielleicht der Bildbearbeitungsmodus von CoverScout weiter: Begradigen, Freistellen, Skalieren und Histogramm stehen zur Verfügung, wer sich für fotogener als die Stars hält, nimmt sich per iSight-Anbindung selbst auf.
Zwar können die Standardquellen (Amazon, Google, Wal-Mart) nicht bearbeitet werden, aber für die separate Websuche lassen sich zusätzliche Quellen hinzufügen. Hierzu gibt es für Interpret und Albumtitel Platzhalter.
Titelinformationen suchen
Wer CoverScout installiert, bekommt SongGenie gleich mit dazu, obwohl die beiden Programme separat voneinander verkauft werden. Jedes Mal wenn Albeninformationen fehlen, zeigt CoverScout einen Verweis auf SongGenie an.
SongGenie analysiert Songs und erstellt einen „akustischen Fingerabdruck“, mit dem in einer Online-Datenbank gesucht wird. Im Idealfall gibt es eine Übereinstimmung und das Programm kann Interpret, Album und Titel ergänzen. Die Berechnung kann einige Zeit dauern, zumal sich die Anwendung nicht auf die iTunes-Mediathek beschränkt, sondern im ganzen Musik- Ordner sucht.
Optisch lehnt sich SongGenie an CoverScout an, zeigt aber die Alben in Form von Karten, durch die mit den Pfeiltasten navigiert wird. Die Anzeige lässt sich auf Titel mit fehlenden Informationen beschränken.
Erfolg versprechend ist die Suche mit SongGenie vor allem bei Künstlern, die auch im iTunes Store zu fi nden sind. Veröffentlichungen über Netlabels stellen das Programm vor Probleme.
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