Eher für Analysten und Börsengurus sind bislang die Geschäftszahlen von Intel: Eine Woche vor Apple hat der Chiplieferant seine Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal bekannt gegeben und dabei in positiver Richtung die Erwartungen übertroffen. Nur nicht bei den Netbook-Prozessoren.
ANZEIGE
Nach einem schwachen Vorjahresquartal aufgrund der weltweiten Rezession sehen die aktuellen Zahlen natürlich besonders beeindruckend aus: Das Umsatzwachstum beträgt immerhin 44 Prozent. Damals konnte man noch 7,14 Milliarden US-Dollar einnehmen, im abgelaufenen Quartal waren es 10,3 Milliarden US-Dollar und damit nur geringfügig weniger als im traditionell starken Weihnachtsgeschäft.
Dabei steig der operative Gewinn sogar um 433 Prozent. Mitgezogen um 288 Prozent haben dabei vor allem auch die Nettogewinne, was für Intel natürlich bedeutet, dass man sich vermehrt um die Entwicklung neuer Technologien kümmern kann. Und auch plant, 1000 neue Mitarbeiter einzustellen, nachdem man im letzten Jahr Stellen abgebaut hatte.
Getragen wurde der Aufschwung vor allem durch die Mobilprozessoren der Core-CPU-Reihe. Bei dem weniger gewinnträchtigen Prozessoren für Netbooks, den Atoms, sackte man dagegen um 19 Prozent ab. Das mag – so die Beobachter – daran liegen, dass nach einer Besserung der wirtschaftlichen Situation vor allem Firmen neue Laptops angeschafft haben, die mit hochwertigeren Bauteilen bestückt sind. Die Privatkunden jedoch, deren Geldbeutel nicht entsprechend gefüllt wurde, haben sich bei den Netbooks zurück gehalten, was zu dem dramatischen Nachfragerückgang der Mini-Laptops führte.
Vor diesem Hintergrund ist auch klar, warum sich Apple bei den Netbooks immer vornehm zurück gehalten hatte: es hätte ein ruinöser Preiskampf gedroht, der nicht nur die Marke angekratzt, sondern auch die Finanzen belastet hätte. Man konzentriert sich dort lieber auf die hochwertigeren Bauteile – und der Erfolg scheint nicht nur Apple, sondern auch Intel Recht zu geben, denn auch für Intel scheint aus den Atoms die Luft heraus zu sein.
Das lässt dann auch auf die neuen Zahlen aus Cupertino hoffen, die am 20. April preisgegeben werden.



Artikel kommentieren
Kommentar hinzufügen