Nach der Vorstellung des Microsoft Tablets Surface hat HP angekündigt, sich auf Tablets mit Intel-Prozessoren zu konzentrieren, statt ARM-Chips und damit Windows RT einzusetzen. Laut SemiAccurate habe Microsoft eng mit PC-Herstellern zusammengearbeitet, dabei aber die besten Ideen dieser Hersteller für Surface gestohlen.
Viele Firmen sollen Pläne für Windows-Tablets mit Windows RT aufgegeben und sich stattdessen auf Android konzentrieren. SemiAccurate erwähnt nicht, dass dies gut an den Einschränkungen von Windows RT liegen könnte. Ebenso wenig wird ausgeführt, welches die "innovativen Features" sind, die Microsoft von anderen Hardware-Herstellern in der Entwicklungsphase übernommen haben soll.
ANZEIGE
Bei Bloomberg liest sich das etwas anders: Die Entscheidung gegen ein ARM-Tablet fiel bereits vor der Surface-Ankündigung. HP gehörte zwar zu den Firmen, die früh Zugriff auf Windows RT erhielten, konzentriert sich aber nun doch auf Tablets mit Intel- oder AMD-Chips. Laut HP geschah dies aufgrund der Kunden, die sich ein x86-Tablet wünschten.
Es ist nicht der erste Tablet-Rückzieher von HP. 2010 präsentierte Microsoft stolz HPs Tablet, welches Windows auf Tablets vor der erwarteten Vorstellung des iPads zum Erfolg auf den Massenmarkt führen sollte. Das Slate erschien schließlich, richtete sich aber wie alle Windows-Tablets zuvor an Geschäftskunden und Nischenmärkte. Das TouchPad mit web OS ähnelte eher dem iPad, wurde aber wenige Wochen nach Verkaufsstart schon wieder eingestellt.
HP glaubt offenbar nicht, dass ARM-Tablets bei Geschäftskunden erfolgreich sein könnten. Diese verlangen eben nach mehr als nur Office und es dürfte für Verkäufer eine Herausforderung werden, Windows-RT-Geräte zu verkaufen, die nicht kompatibel zu bestehender Windows-Software ist.
Neben einem Tablet auf ARM-Basis wird es auch eine Surface-Variante mit x86-CPU geben. Firmen, die nun (wieder) auf Android setzen, sehen sich nun Googles Nexus 7 gegenüber.
Mehr zu: HP | Microsoft | Tablet





Artikel kommentieren
MS großartiger Erfolg in der Vergangenheit, ist nun ihre größte Hürde für die Zukunft. Sie haben sich derart mit ihren Systemen an langfristig planenden Großkunden orientiert, dass sie Probleme haben, den Consumer-Markt zu befriedigen. Alte Zöpfe schneidet man halt nicht so schnell ab.
Wenn immer mehr Hersteller für Endkunden auf Android setzen, frage ich mich, wie lange es noch dauert, bis Android MS den Rang, auch bei Desktopsystemen streitig macht. Den meisten Kids ist es doch egal, ob sie Office nutzen können. Sie wollen das was sie kennen und benutzen.
Und Apple zieht vorne alleine seine Runden.
Microsoft wäre die letzte Firma der ich meine Ideen verraten würde....
Kommt ganz auf das Budget an ;D
Diskutieren Sie mit!
Damit Sie Artikel auf maclife.de kommentieren können, müssen Sie sich bitte einmalig registrieren – bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Die Moderation der Kommentare liegt allein bei maclife.de – kritische Kommentare und sachliche Diskussionen sind erwünscht, Beschimpfungen & Beleidigungen werden gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.