Das war es schon mit den beiden Kin-Smartphones, die es nicht mehr nach Europa schaffen werden: Microsoft zieht sich von dem Projekt zurück und wird sich nun ganz auf Windows Phone 7 konzentrieren, was die Firma schon von Anfang an hätte tun sollen.
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Die beiden Smartphones boten mit ihrer Zune-ähnlichen Oberfläche einen Ausblick auf Windows Phone 7 und waren ursprünglich als Nachfolger der Sidekick-Telefone konzipiert, einen App Store boten die beiden Kins jedoch nicht. Der Fokus der Geräte lag ganz auf sozialen Netzwerken, die Hardware war schon vor dem iPhone 4 nicht auf dem aktuellen technischen Stand, von der Verwendung des Tegra-Chipsets abgesehen.
Die Entwicklung der Geräte stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Erst kaufte Microsoft den Sidekick-Hersteller Danger, dessen Betriebssystem - dem späteren Android OS nicht unähnlich - Redmond jedoch nicht gefiel. Die Arbeit an einem neuen Telefon, welches mit niedrigen Tarifen und Anbindung an soziale Netzwerke die junge Zielgruppe ansprechen sollte, verzögerte sich durch den Wechsel des Betriebssystems und schließlich den Einsatz der Zune-Oberfläche. Zwischendurch gab es auch noch ein Problem mit den Sidekick-Servern, denn die Geräte sind stark von der Cloud abhängig, sichern ihre Daten also im Netz - Techniker von Sun und Oracle mussten helfen.
Bei ihrem Erscheinen waren Kin One und Kin Two überflüssige Produkte, denn Windows Phone 7 war bereits angekündigt, versprach ebenfalls die Anbindung beliebter sozialer Netzwerke und wird Xbox Live unterstützen. Die Datentarife für die beiden Kins sind zudem nicht so niedrig, wie ursprünglich geplant. Die anvisierte Zielgruppe sprang offenbar nicht auf die beiden Geräte an.
Vorerst sollen die Geräte weiter über Verizon in den USA verkauft werden, die am Kin-Projekt beteiligten Mitarbeiter sollen in das „Windows Phone 7”-Team integriert werden. Das Kin-Projekt erinnert an den Zune-MP3-Player: Ebenfalls zu spät veröffentlicht und nicht erfolgreich genug, um in Europa veröffentlicht zu werden. Immerhin ist der Zune aber ein anständiger MP3-Player, aber mit den Kin-Telefonen hat Microsoft nur sich und den Partnern geschadet.



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