FOKUSSIERUNG AUF UMSATZ

ifoAppleStore: Apple kürzt Budget für Apple Stores, fordert höhere Einnahmen

28.08.12 | 10:07 Uhr - von
(Bild: http://www.apple.com/retail/northlakemall/)

Ein neues System für die Personalplanung sorgt vor zwei Wochen für Schlagzeilen. Zwar wurden einige Änderungen in der Zwischenzeit wieder rückgängig gemacht, andere jedoch nicht: ifoAppleStore spricht von einer stärkeren Ausrichtung auf Umsatz, statt auf Kundenzufriedenheit.

Beides muss sich natürlich nicht ausschließen, aber Apple-Store-Angestellte werden zukünftig stärker an ihren Umsätzen gemessen. Außerdem sollen einige Budget-Kategorien ganz gestrichen worden sein. Die Website, die sich schon seit Jahren mit den Apple Retail Stores beschäftigt, hat auch Informationen bekommen, dass tatsächlich einige Angestellte gefeuert wurden oder schlicht keine Arbeit mehr zugeteilt bekommen haben.

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Zwar sollen alle wieder eingestellt worden sein, aber die Zahl der Workshops und Überstunden wurde reduziert, Degradierungen nicht zurückgenommen und Teilzeitkräfte weniger beschäftigt. Angestellte werden daran gemessen, wie viele iPhones mit Vertrag sie verkaufen und welches Zubehör sie dem Kunden andrehen. Ein Widerspruch in sich ist allerdings die Anweisung an das Personal, Kunden zum Zubehörkauf mit der EasyPay-App zu bewegen - Umsätze über die App sind jedoch nicht mit dem Verkäufer verbunden, der somit nicht davon profitiert, wenn er dem Kunden drei iPhone-Taschen und einen Lautsprecher aufschwatzt.

Der Rotstift wurde angeblich auch bei der Instandhaltung der Läden angesetzt, die weniger häufig gereinigt werden. Die Stimmung bei den Angestellten soll unter den Änderungen gelitten haben.

iFoAppleStore begründet die Änderungen mit dem Fehlen von Ron Johnson. Dieser habe auf Kundenzufriedenheit stärker Wert gelegt und mit seinem Konzept von Steve Jobs Rückendeckung bekommen. Tim Cook und Peter Oppenheimer würden hingegen mehr Wert auf Umsatz und hohe Margen legen - so soll Cook Johnson gedrängt haben, die Ausrichtung zu ändern, da  andere Verkaufskanäle für Apple profitabler sind.

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Bild von memo1988

ohh man, jetzt zeigt apple auch seine kapitalistischen seiten, was mich als kunden etwas verstört. ich weiß nicht, ob steve jobs so etwas zugelassen hätte.

Bild von Gast Maclife

Hätte er nicht! Im Moment dreht sich SJ ~9000/Min. im Grab...

Bild von nafets

Das "Geheimnis" des Apple-Stores war die konsequente Ausrichtung auf den Kunden und nicht auf den Umsatz. Die solchermaßen zufriedenen Kunden haben "trotzdem" jede Menge Umsatz generiert. Es war zu befürchten, dass ein visionsfreier Oberbuchhalter wie Tim Cook Apple zu "neuen Ufern" führt. Was das mittelfristig für Apple bedeutet kann man jetzt schon sehen und sich für die Zukunft an zehn Fingern abzählen.

Bild von AlexJ

Ich habe leider auch die Befürchtung, dass Apple genau das verliert, was sie bislang so sehr von der Masse hervorgehoben haben: die Fokussierung auf die Kundenzufriedenheit. Ein Grund, weshalb viele meiner Bekannten erst zu Apple gewechselt haben. Ich als Betriebswirt weis leider zu genau, wie sehr viele BWLer meinen, dass sie die Aufgabe haben, sich auf Kennzahlen zu konzentrieren. Dies ist aber nicht das Ziel! Das Ziel ist es, den Kunden zufrieden zu machen und sich als Unternehmen in einer Gesellschaft so zu positionieren, dass ein "Geben und Nehmen" möglich ist. Denn Fremdkörper werden sonst immer auf lange Sicht ausgestoßen. Das Ergebnis dürfen dann Ruhig gute Umsätze sein. Ich verstehe gar nicht, wieso so viele Unternehmer Ursache und Wirkung verwechseln. In fast allen Kurse, die ich an der Uni hatte, wurde auf dieses Problem hingewiesen. Es scheint, als würde dies nur fast niemand wahrnehmen.

Bild von rustyy

Wenn sich Apple da mal nicht langfristig an der eigenen Gier verschluckt. Immerhin reden wir hier von einem Unternehmen, welches über Finanzielle Mittel verfügt wie kaum ein anderes.

Gleichzeitig muss ich auch sagen: Ein paar mehr Kassen täten den Apple Stores schon gut, mich selbst nervt es extrem im Apple Store einzukaufen, weil man nur den Mitarbeitern am hinterherrennen ist, während einem Dau das Internet (und das mein dazu einen Provider braucht [was ist ein Provider] - Rekursion) erklärt wird. Daher treibt es mich zumeist ohnehin zu Resellern.

Bild von itac

bis jetzt erschien mir der ausserodentliche erfolg von apple darin begründet, dass sie "anders dachten" (think different!). mit ihrer konsequenten ausrichtung auf das produkt haben sie zum teil die betriebswirtschaftslehre, die sich überwiegend an preis und absatzmenge orientiert, neu erfunden. das was ich in dem artikel lese, entspricht der üblichen einfallslosigkeit von managern. apple hat immer aussergewöhliches produziert und ein unsagbares gespür dafür entwickelt, was kunden haben wollen, bevor das die kunden selbst wussten. das erbe steve jobs ist nicht margen- , sondern produktorientierung, die die hohen margen rechtfertigte.
itac

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