Palm endet nicht als Futter für Patenttrolle - und auch nicht als Patentschutzschild für HTC: HP hat bekannt gegeben, Palm für 1,2 Milliarden US-Dollar zu übernehmen und wird damit in den Smartphone-Markt einsteigen - mit dem Pre-Betriebssystem webOS.
Die Firmenleitung von Palm inklusive CEO Jon Rubinstein, sowie die bisherige Palm-Hardware sollen erhalten bleiben. HP plant, viel Geld in Palm und die Zukunft von webOS zu investieren, auf einer ganzen Reihe von Geräten. Später präzisierte Todd Bradley von HP diese Angabe auf einer Pressekonferenz und sieht das Mobilbetriebssystem neben Smartphones auch auf Slates (Tablet-Computern) und Netbooks.
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Während der Konferenz wurden die zwei Smartphones Pre und Pixi, sowie das erstmals von Microsoft präsentierte HP Slate gezeigt. Allerdings hat HP klargestellt, dass man weiter „strategischer Partner“ von Microsoft bleiben werde, ein Windows-Tablet dürfte es weiterhin geben. In Forschung und Entwicklung wird HP deutlich mehr investieren als es Palm konnte.
Für HP ist es ein schneller Einstieg in den Smartphone-Markt. Zwar wäre Android aufgrund der Marktentwicklung naheliegender gewesen, aber Googles Open-Source-Betriebssystem geriet zuletzt unter Beschuss durch Apple und Microsoft. Beide Firmen könnten auch Ansprüche gegen Palm geltend machen, jedoch hat Palm das Patent-Portfolio, um auf entsprechende Klagen eine Antwort zu geben.
Todd Bradley war einst selbst Chef von Palm, während Jon Rubinstein als „Vater des iPods“ gilt. Mit dem Vertriebsnetz und der Finanzkraft von HP im Rücken könnte nun webOS doch noch zu einem wichtigen Mobilbetriebssystem aufsteigen. Immerhin braucht webOS keinen „Neustart“ wie Windows Mobile, beherrscht Multitasking und hat eine kleine Entwicklergemeinde. Für Tablets von HP eröffnen sich ebenfalls neue Möglichkeiten, denn nach dem Erfolg des iPad gibt es Zweifel, ob Desktop-Betriebssysteme für Tablet-Computer überhaupt geeignet sind.





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