Neuerliche Gesundheitsprobleme von Steve Jobs, Gerüchte über eine Verspätung des iPhone 5: Apple-Anleger hatten es in den letzten Monaten nicht leicht, mit Vertrauen in die Zukunft zu blicken. Umso gespannter wartete man auf dem Börsenparketts auf Apples Quartalszahlen für Januar bis März 2011 – und das Warten hat sich durchaus gelohnt.
Mit 22 Milliarden US-Dollar Umsatz hatte Apples Finanzchef Peter Oppenheimer für das zweite Finanzquartal 2011 gerechnet: 24,67 Mrd. wurden es bei einem Gewinn von 5,99 Mrd. US-Dollar (6,40 US-Dollar pro Aktie). Eine mehr als 80-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal und ein nur leichter Rückgang gegenüber ersten Quartal 2011, das jedoch in die traditionell durch starke Verkäufe geprägte Weihnachtszeit fiel.
Diesmal standen keine großen Feste an: Mit dem Verkaufsstart des iPad 2 am elften März dieses Jahres (zunächst in den USA, ab 25. März in vielen anderen Ländern) fiel dennoch ein viel beachtetes Ereignis in das zweite Quartal, bescherte Apple aber nur knapp 4,7 Millionen verkaufter Tablet-Geräte. Vom iPhone 4 gingen, nunmehr erstmals inklusive einer eigenen CDMA-Version für den US-Markt, 18,65 Millionen über den Ladentisch, an iPods wechselten 9,02 Millionen den Eigentümer.
Damit setzte Apple den schon im vierten Quartal 2010 begonnen Trend fort, mehr Tablett-Macs als echte Macintosh-Rechner zu verkaufen. Dennoch konnte das Unternehmen im ersten Finanzquartal insgesamt 3,76 Millionen Macs absetzen, davon 1,01 Millionen stationäre Rechner und 2,75 Millionen mobile Computer. Vor allem das im Februar auf den neuesten Stand gebrachte MacBook Pro dürfte zu den im Vergleich zum Vorjahresquartal sehr guten Verkäufen beigetragen haben.
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Gehört Apple noch zu den sicheren Wetten auf dem Börsenparkett? Klar ist: Die aktuellen Quartalszahlen können in vielerlei Hinsicht Grund zur Freude sein. Vor allem die rund 18,7 Millionen verkauften iPhones stechen heraus – immerhin eine Steigerung von mehr als 110 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und mehr als Analysten erwartet hatten (16,6-18 Millionen). Da nimmt es nicht Wunder, dass Umsatz und Gewinn ebenfalls deutlich über den im Vorfeld spekulierten Werten lagen. Einzig das iPad erweist sich auch dieses Quartal wieder als weniger präsent denn erwartet. Auf mehr als sechs Millionen Verkäufe wurde spekuliert, nicht einmal fünf Millionen konnte Apple aufbieten. Ob Lieferprobleme die Ursache waren oder eine spürbare Zurückhaltung der Käufer bis zum Marktstart des iPad 2, ist derzeit noch unklar.
Sicher ist aber: Aufgrund des guten Ergebnisses im Kerngeschäft und dem blenden iPhone-Absatz werden die iPad-Minderverkäufe nicht stark ins Gewicht fallen. Im nachbörslichen Handel zeigte sich das AAPL-Wertpapier nach der Veröffentlichung der Zahlen bereits rund zweieinhalb Prozent im Plus. Es bleibt zu hoffen, dass Apple den Erfolgstrend fortsetzen kann – bislang ungeklärt ist jedoch, wie sich die Probleme der hohen Schulden der USA und einiger europäischer Länder und der fehlende Konsens über den Haushalt der USA auf die Entwicklung der Weltwirtschaft auswirken werden. Auch die Entwicklung in Asien ist offen: Die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen von Tsunami und Atomunfall in Japan sind ebenso unklar wie die der steigenden Inflation in China. All das sind Faktoren, die Apple-Zulieferer ebenso betreffen können wie die Absatzmärkte des Unternehmens. Und so gilt trotz insgesamt guter Aussichten, was an der Börse immer gilt: So etwas wie sichere Wetten gibt es nicht.
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Hey, das die iPad-Verkaufszahlen niedrig sein werden lässt sich doch leicht erklären. Erst mal haben echt viele gewartet, weil sie wussten dass das iPad 2 kommt und dann konnte Apple nicht genügend iPad 2 liefern. Die nächsten Quartalszahlen sehen für das iPad wieder besser aus, wenn Apple endlich mit den lieferengpässen fertig ist
Alle Analysten zusammen genommen prognostizieren im Mittel in den nächsten 12 Monaten einen Kurswert von 465 US$. Das ist reichlich Wachstumspotenzial.
Ich bin sicher das Nur bei den iPadverkäufen gehört in Anführungszeichen ;o) Die Samsung-Bosse würden bei solchen Zahlen ein richtig grosses Faß aufmachen!
@Gast
"wenn Apple endlich mit den lieferengpässen fertig ist"
Apple hat da leider nicht den Einfluß drauf den es gerne hätte ... Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass die Zulieferer nicht mehr nachkommen bei solch riesigen Mengen. Natürlich auch an Rohstoffknappheit und in Folge dessen fehlender Flashspeicher.
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