Die iBird-Apps von Mitch Waite sind keine einfachen Soundboard-Apps, sondern Nachschlagewerke für Vogelstimmen. Apple zeigte die Apps in Werbespots - und wurde nun zusammen mit dem Entwickler verklagt, denn Waite hat angeblich nicht alle Stimmen lizenziert.
ANZEIGE
Auf den Urheber, Martyn Stewart, weist Waite zwar auf der About-Seite in der App hin, aber bezahlt laut Stewart nicht für die Sounds. Stewart hat mehr als 3500 Vogelklänge in 35 Jahren aufgenommen, die Aufnahmen sind natürlich geschützt - deshalb soll Waite 2007, als er an einer Vogel-App für Palm-PDAs gearbeitet hatte, mit Stewart Verhandlungen aufgenommen haben. Zu einer Einigung kam es nicht, die Sounds sind dennoch in der iPhone-App gelandet.
Die iBird-Apps werden zu Preisen von 3,99 bis 23,99 Euro verkauft. Apple wird ebenfalls verklagt, da die Firma mit iBird geworben hatte. Stewart fordert Schadensersatz und ein Verkaufsverbot - derzeit sind die Apps noch im App Store erhältlich.



Artikel kommentieren
Die Stimmen-Aufnahmen sind "natürlich" geschützt. OMG...
Mr Stewart, jeden morgen piepsen und krächzen vor meinem Fenster auch etliche Urheberrechtsverletzer! Bitte die schleunigst abmahnen und/oder stilllegen. Letzteres wäre mir am liebsten, jedenfalls wenn es um die Zeiten vor 7 Uhr morgens geht.
Man muss das schon differenziert sehen: Würde ich mir das Equipment kaufen, das Fachwissen aneigenen und dann mit Mikro und Aufnahmegerät bewaffnet auf Vogeljagd gehen und am Ende jemand mit meiner Arbeit Geld verdienen … wärst du da nicht auch sauer?
Stewart hat viel Zeit und Geld investiert, diese professionellen Aufnahmen anzufertigen. Natürlich sind seine Aufnahmen geschützt, es steht aber jedem frei, selbst Vogelstimmen aufzunehmen. Er reklamiert auch nicht bestimmte Vogelarten exklusiv für sich.
Stimmen die Vorwürfe, war der Entwickler faul, hat sich Sounds geklaut und damit auch noch gut verdient.
Kommentar hinzufügen