Wettbewerbshüter in den USA und der EU beschäftigen sich mit dem neuen Abo-Dienst und dessen Bedingungen. Apple hatte mit dem Dienst für Aufsehen gesorgt, da die Verlage verpflichtet werden, auch den Abo-Abschluss innerhalb der App zu gleichen oder niedrigeren Preisen anzubieten.
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Wobei bei einem Abo-Abschluss innerhalb der App natürlich die berühmten 30 Prozent fällig werden. Die Verlage dürfen keine Verweise auf einen Web-Shop setzen und dürfen nicht den Preis der In-App-Abos um 30 Prozent erhöhen, um die Apple-Abgabe auszugleichen. An Vertragsabschlüssen außerhalb der App verdient Apple weiter nichts - dies führt zu der etwas absurden Situation, dass Verleger zukünftig eigentlich kein Interesse daran haben sollten, für ihre eigenen Apps im Heft zu werben: Nicht, dass die Leser einfach in der App abonnieren ...
Ohne Frage nutzt Apple seine starke Marktposition aus, außerdem ist bekannt, dass iOS-Anwender eher bereit sind, für digitale Inhalte etwas auszugeben - Google macht es Android-Anwendern auch deutlich schwerer, für etwas Geld auszugeben.
Selbstbewusstes Auftreten im Markt ist aber noch lange nicht wettbewerbsrechtlich bedenklich und bei den Untersuchungen der FTC, des US-Justizministeriums und ihren Kollegen aus der EU handelt es sich um Voruntersuchungen, die keine Folgen haben müssen. Eine Firma mit dem Einfluss Apples zieht zwangsläufig das Interesse der Wettbewerbshüter auf sich.
Einige Bedingungen Apples könnten aber tatsächlich bedenklich sein, darunter die Untersagung externer Links und höherer Preise für In-App-Abos. Falls die Regeln nicht nur gegenüber Verlagen, sondern beispielsweise auch Händlern wie Amazon durchgesetzt würden, wären deren Geschäftsmodelle gefährdet - wovon wieder Apple profitieren könnte, da man mit dem iTunes Store und iBookstore mit diesen Händlern konkurriert.
Die Wettbewerbshüter müssten dazu aber zunächst zu dem Schluss kommen, dass Apple ein Marktsegment dominiert und diese Macht missbraucht. Bei Smartphones ist Apple von einer marktbeherrschenden Stellung weit entfernt. Bei Consumer-Tablets dominiert Apple zwar, aber dieser Markt ist noch jung und wird sich schon in diesem Jahr deutlich wandeln.
Allerdings reicht manchmal schon die drohende Einmischung der Wettbewerbshüter, um eine Firma zum Umdenken zu bewegen. Apple ließ auch mit Flash erstellte iOS-Apps zu, als eine FTC-Untersuchung drohte.



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