Bisher waren die Online-Bearbeitungsmöglichkeiten von YouTube auf die Bearbeitung von Metadaten, Untertitel und den Austausch der Audio-Spur beschränkt. Bei den vielen Projekten (3D, HTML5 Player, automatisch generierte Untertitel) der führenden Videoplattform war ein Videoeditor nicht dabei - bis jetzt.
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Den Videoeditor aber gleich als Kampfansage an Apple und iMovie und neueste Runde im Wettstreit zwischen Apple und Google zu interpretieren, ist schlicht Quatsch. Der YouTube Video Editor ist von der Leistung in etwa mit dem alten QuickTime Player Pro zu vergleichen: Es lassen sich Clips aneinanderreihen und kürzen. Die stark auf die visuelle Bearbeitung statt einer echten Timeline ausgerichtete Bearbeitung erinnert entfernt an iMovie.
Angesichts der Zielgruppe überrascht es aber nicht, dass Google auf Timeline und mehrere Spuren verzichtet hat: Nicht erfahrene Nutzer, sondern Anfänger, die bisher von Wi-Fi-fähigen Kameras ihre Videos direkt hochgeladen haben, sollen angesprochen werden. Für diese Menschen ist bereits iMovie zu kompliziert - davon abgesehen, dass das Programm nur Mac-Anwender verwenden können.
Es kann keine eigene Audiodatei hochgeladen werden, stattdessen stellt Google eine Musikbibliothek zur Verfügung, in denen Songs nach Genre und Künstler sortiert werden. Bekannte Künstler fehlen - was eigentlich ein Segen ist, denn die Musikauswahl sollte sich am Video orientieren und nicht an den aktuellen Charts. Die Musikauswahl soll allerdings noch wachsen. YouTube behält sich aber das Recht vor, Werbung in Videos einzublenden, die Songs aus der Musikbibliothek verwenden.
Der YouTube Video Editor war überfällig, aber auch die anvisierte Zielgruppe würde sich sicher noch über die Integration von Übergängen und Titeln freuen. Der Qualität von YouTube-Videos kann aber auch ein einfacher Editor nur gut tun.




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