Associated Press ist eine der großen Nachrichtenagenturen und deren Kürzel „AP” in fast jeder Zeitschrift zu finden. Zitate aus AP-Artikeln sind kostenpflichtig, doch was ist, wenn die AP selbst zitiert? Die jüngst von Amazon übernommene Firma Woot stellte der AP Zitate in Rechnung.
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Woot stellt jeden Tag Sonderangebote vor, bekannt wurde die Website aber vor allem für ihren Humor - und daran soll sich auch nach der Übernahme nichts ändern, Woot bleibt in der derzeitigen Form bestehen.
Über diese Übernahme hatte natürlich auch die AP berichtet und dafür aus dem Blog von Woot zitiert. Also haben sich die Woot-Macher den Spaß gemacht und die Preistabelle von AP benutzt: Wer bis zu 50 Wörter aus einem Artikel der Associated Press zitiert, muss demnach 17,50 US-Dollar zahlen. Blogger wurden früher verwarnt, weil sie 39 bis 79 Wörter zitierten.
17,50 US-Dollar sollte AP also laut Ansicht der Woot-Macher zahlen - oder zwei Sennheiser-Kopfhörer von der Seite kaufen. Natürlich war diese Forderung nicht ernst gemeint, wurde aber dennoch von der AP beantwortet: Man habe mit dem Woot CEO ein Interview geführt. Aus diesem Interview wurde jedoch lediglich ein Satz verwendet.
Die Frage, wie lang ein Zitat sein darf, beschäftigt die Branche. Ohne Frage war der Blogeintrag von Woot CEO Matt Rutledge die Hauptquelle und damit ist es nur logisch, dass aus ihr zitiert wird. Auch Google steht wegen Zitaten unter Beschuss, da sowohl in Google News als auch in Suchergebnissen aus Artikeln zitiert wird (dies könnten Websites allerdings einfach unterbinden). Der Traum großer Verleger ist, dass diese Zitate kostenpflichtig werden. Inwieweit allerdings bei einzelnen Sätzen oder gar Überschriften eine gewisse Schöpfungshöhe gegeben ist, ist umstritten - und sollte diese Forderung in einem Gesetz umgesetzt werden, dürfte es nicht lange dauern, bis auch Websites für Teile ihrer Texte Rechtsschutz beanspruchen.



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es geht doch ;). Schön geschrieben!
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