Schon vor Ankündigung dieser Änderungen war klar, dass ein auf Twitter aufbauendes Geschäftsmodell keine Zukunft hat. Nun hat Twitter für Twitter-Clients eine Beschränkung der Nutzerzahl angekündigt - wer diese überschreitet, muss mit Twitter verhandeln.
100000 Nutzer darf ein Twitter-Client eines Drittanbieters maximal haben, außerdem wurde die maximale Anzahl der API-Aufrufe zur Aktualisierung des Twitter-Feeds deutlich eingeschränkt. Apps, die bereits über 100000 Nutzer haben, können diese Nutzerbasis noch verdoppeln, bevor Twitter zustimmen muss. Außerdem darf der Twitter-Feed nicht mit Daten anderer sozialer Netzwerke vermischt werden.
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Speziell Entwickler kostenpflichtiger Twitter-Clients können die Weiterentwicklung nun praktisch einstellen, oder ihre Apps entfernen. Ansonsten riskieren sie, dass neue Käufer der App nicht auf Twitter zugreifen können, weil die App die maximale Nutzerzahl erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt ist natürlich auch völlig unklar, wie Verhandlungen mit Twitter ablaufen könnten. Die Regeln können sich ständig ändern. Es sind nicht nur Twitter-Clients betroffen, sondern auch andere Programme, die Twitter integrieren.
Weitere Änderungen beschreibt Marco Arment in seinem Blog. Sie alle zielen auf die Vereinheitlichung des Dienstes und mehr Kontrolle für Twitter ab, der Dienst schottet sich deutlich stärker ab. Dafür hat Twitter natürlich einen guten Grund: Es soll mit dem sozialen Netzwerk Geld verdient werden. Das funktioniert am Besten, wenn Twitter kontrolliert, mit welchen Clients Twitter-Feeds abgerufen werden.
Arment vergleicht Twitter mit Apple, allerdings sei Apple berechenbarer und selbst Regeln wie "eine App darf keine bereits vorhandene Funktion duplizieren" werden nicht strikt angewendet. Da Twitter deutlich unberechenbarer sei und Twitter Drittentwickler nicht wirklich braucht, würde er kein Geschäftsmodell auf Twitter-Basis mehr entwickeln.
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