Mitte 2012 hatte Microsoft bereits angekündigt, nach der Mediaplayer-Hardware auch die Software unter der Zune-Marke auslaufen zu lassen. Heute hat Microsoft einen neuen Musikdienst präsentiert: Xbox Music soll neben der Xbox 360 auch Smartphones, Tablets und PCs mit Windows-Betriebssystem bedienen.
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Microsoft bezeichnet Xbox Music als „All-in-One Musikservice“. Neben Musik zum Kaufen gibt es ein Spotify-ähnliches Streaming-Angebot. Wer Windows 8 auf PC oder Tablet nutzt, kann für sechs Monate kostenlos und unbegrenzt Millionen Songs hören, nach dieser Zeit wird die Dauer des Streamings begrenzt. Für 9,99 Euro pro Monat gibt es den Xbox Music Pass, der diese Einschränkungen aufhebt und auch auf Smartphones und der Xbox 360 (kostenpflichtige Xbox-Live-Gold-Mitgliedschaft erforderlich) genutzt werden kann.
Die Funktion „Smart DJ“ erstellt automatisch Wiedergabelisten und Radiostreams auf Basis des Musikgeschmacks des Anwenders. Künstlerbasierte Radiostationen wird es ebenfalls geben.
Microsofts Antwort auf iTunes Match heißt „Scan and Match“: Alle Lieder eines Nutzers stehen damit auch in der Cloud zur Verfügung, selbst wenn diese nicht über den Microsoft-Musikdienst gekauft wurden. Der Player zeigt neben dem Albumcover auch Biografien, Diskografien und Bandfotos an. Er soll nächstes Jahr auch auf weiteren Plattformen verfügbar sein, die Microsoft aber noch nicht namentlich nennt.
Ein wenig Zune, iTunes und Spotify und das alles unter einer Marke, die deutlich mehr Erfolg hat, als der glücklose Zune Player - so versucht Microsoft, auf dem Online-Musikmarkt Fuß zu fassen. Das sechsmonatige kostenlose Musikstreaming für Windows-Anwender könnte durchaus dazu führen, dass sich diese an Xbox Music gewöhnen und später zu zahlenden Kunden werden. Wenn Microsoft aber wirklich Marktanteile erobern will, müssen auch nicht-Microsoft-Plattformen bedient werden.
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