Ins Internet ausgelagerten Anwendungen gehört zweifellos die Zukunft. Diese als Cloud-Computing oder Web-Apps bekannten Anwendungen kann man in Form des Online-Office Google-Docs schon länger nutzen. Auch Apple ist mit iWork.com im Netz aktiv, wenn auch nur sehr eingeschränkt. Nun haben sich Googles ärgste Konkurrenten – Facebook und Microsoft – zusammengetan und das Online-Office Docs.com auf der Facebook-Entwicklerkonferenz f8 der Öffentlichkeit vorgestellt.
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Mit diesem Angebot setzt Microsoft einige der neuen Web-Vernetzungs-Funktion um, die Facebook-Chef Mark Zuckerberg gestern vorstellte. Darüber hinaus versuchen beide Unternehmen, im Wachstumsmarkt Internet, Boden gegenüber Google gutzumachen. Dies ist auch bitter nötig, denn Microsoft hat sich mit Bing bislang nicht gegen Google durchsetzen können. Facebook ist dringend auf Werbeeinnahmen angewiesen, denn ein kostendeckendes Geschäftsmodell kann der Konzern noch immer nicht vorweisen. Kosten in Höhe mehrerer hundert Millionen US-Dollar werden bis dato nur über Beteiligungen und Risikokapitalgeber gedeckt. Auch Microsoft ist mit 1,6 Prozent an Facebook beteiligt.
Die auf der Facebook-Konferenz f8 vorgestellten neuen Funktionen sollen im Web präsente Unternehmen und private Webseiten-Betreiber mit personalisierter Werbung, einem Web-Analyse-Werkzeug und Zugriff auf Nutzerdaten locken. Grundlage dafür sind neue Technologien, die es Facebook ermöglichen, die Bewegungen der eigenen Nutzer auch außerhalb der Plattform zu erfassen. Auch sammelt das soziale Netzwerk Daten von Personen, die nicht bei Facebook angemeldet sind, was Facebook in der Vergangenheit schon häufiger Kritik seitens Datenschützern und Bürgerrechtlern einbrachte. Die Verbraucherzentrale und das Verbraucherschutzministerium raten aus Datenschutzgründen von der Facebook-Nutzung ab.



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